Tauschhandel im Internet (-zeitalter)

Tauschen
Die Finanzkrise 2007/2008/2009/(?) – eine Krise, deren Ursache in einer fast grenzenlosen „Kredit-Spekulations-Hausse“ zu suchen ist – treibt eventuell einige Menschen wieder in typische Verhaltensmuster solcher Krisenzeiten. Immer dann wenn man, nennen wir es „des Geldes leidig“ wird, sucht der Mensch wieder nach alternativen Handelsmethoden. Eine Methode, bei der man das Geld ĂŒberspringt –  Tauschhandel.
Nur warum? Das Geld ist doch erst aus dem Tauschhandel entstanden um eben diesen zu erleichtern und eine bessere Bewertung seines Guts zu erreichen.

Auch in der Neuzeit kam es immer wieder zum Tauschhandel: so waren Zigaretten nach dem 2. Weltkrieg ein sehr beliebtes Tauschmittel, wahrscheinlich weil die Zahl der AbhĂ€ngigen eine große Tauschbasis ausmachte.
Nur wieso orientiert sich der Mensch in schweren Zeiten an einer solchen Methode?
Anscheinend ist es die Sicherste um zu ĂŒberleben!

Weshalb nun der Titel „Tauschhandel im Internetzeitalter“?
Dazu muss man sich erst einmal vor Augen fĂŒhren wie Tauschhandel funktioniert:
Ich habe ein Gut A im Überfluss und brauche ein Gut B. Ich muss nun einen Tauschpartner finden der ebenso Gut A braucht wie ich Gut B.
Wie geht das am besten? Na klar, ich habe eine hohe Anzahl an Tauschpartnern, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es tatsĂ€chlich zu einem Tausch kommt. Je höher die Menge an Tauschpartnern, desto höher sogar die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Tausch kommt der den subjektiven Wert meines eigenes Gutes ĂŒbersteigt.
Bei einer Bevölkerung von 6 Millarden Menschen auf unserer Erde kann man sich nahezu sicher sein, dass man irgendwie einen Tauschpartner findet.

Vorteil: man ĂŒbergeht das Geldsystem komplett!

Problem in unserer Vergangenheit war, dass es in den letzten großen ZeitrĂ€umen des Tauschhandels noch keine Vernetzung wie heute gab. Demnach konnte man sich nur mit begrenzten Tauschpartnern einigen und genau dann ist ein Tausch auch mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht bzw. nicht zur vollstellen Zufriedenheit möglich.
In Zeiten der globalen Vernetzung, von Social Networks, die tagtĂ€glich von Millionen von Menschen benutzt werden, wo jeder mit jeden kommunizieren kann, wo es keine LĂ€ndergrenzen gibt, ja sogar der Status „Finanzkrise“ erreicht ist – genau in einer solchen Zeit sollte der Tauschhandel doch boomen?!

Nur wo?? … mir fĂ€llt spontan keine Tauschbörse im Internet ein. Nach ein paar Minuten googlen findet man zwar eine Handvoll, diese sind aber so schlecht besucht, dass sich die Sache schon wieder erledigt hat.

Komisch…aber die ErklĂ€rung scheint zumindest sehr einfach: Wie kann „der Macher“ Geld damit verdienen… 😉