Das Vorbild dieser Wahlkampagne,junge Wähler an die Urne zu bekommen, kommt natürlich aus den USA. Deutsche “möchtegern” Promis sollen junge Leute auf Youtube zum Wählen anregen.

Der von der Produktionsfirma probono produzierte Spot, vermisst aber wie im Vorbild aus Amerika, vorerst einen nachträglichen Spot, der die Botschaft in eine andere Richtung lenkt und für Auflösung sorgt. Marketing-Gag, Hürde der Glaubhaftigkeit oder Anheizer zur Wahldiskussion? Dazu wollte laut sueddeutsche.de ein Sprecher der Produktionsfirma nichts sagen. Deutsche Schauspieler und irgendwelche Aggro-HipHop-Klone, die nie irgendwie politisch aktiv aufgefallen sind, sagen bis zum Schluss: “Geh nicht wählen.” Prompt folgt, nach einer Woche, der Nachfolgespot zur Aufklärung.


Auch N24 nimmt sich diesem Thema an
. Nicht wählen zu gehen ist auch kein Mittel! Wollt ihr, dass nur 10% der Menschen wählen gehen, weil es in Deutschland keine Untergrenze der Wahlbeteiligung gibt. Es macht rein mathematisch auch keinen Unterscheid ob ich nicht- oder falsch-wähle. Denn ungültige Stimmen haben genauso keinen Einfluss auf die Stimmverteilung wie das “nicht erscheinen an der Wahlurne”.
Ein kleines Beispiel der kleinen Partei X:
10 Parteien:
5 Parteien kommen leicht über die 5%
Partei XXX (mit rund 2 Mio Stammwählerschaft)
4 Parteien, die es nicht schaffen werden
–> gehen alle Leute wählen und wählen gültig (60 Mio Leute), bekommt unsere ungeliebte Partei XXX 3,3% und ist damit irrelevant.
Gehen nur 50% der Leute wählen und wählen gültig (30 Mio Leute), bekommt unsere ungeliebte Partei XXX 6,6% und zieht damit in den Bundestag.

GEH WÄHLEN! Nicht wählen zu gehen oder ungültige Stimmen ändern auch nichts. Lies Wahlprogramme, verfolge die Medien, oder setze Deinen Instinkt ein, um eine Entscheidung zu treffen. Setz ein Zeichen.
All das ist BESSER ALS NICHT WÄHLEN zu gehen!

Links:
ungültige Stimmen
möglicher Wahlbetrug?

2 Gedanke zu ““Nicht wählen” – Wahlboykott: eine kontroverse Kampagne”

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