capitalism1Der Mensch soll sich auf das besinnen, was er war, bevor Konsumdenken sein Wesen bestimmte.

Es begann als Finanzkrise und wird schon von vielen als tiefergreifende soziale und politische Kehrtwende gesehen. Hatte nicht schon Marx vor 150 Jahren angekündigt, dass der Kapitalismus schlimm enden werde? Schuld sind die Bankiers und die Politiker, die die Deregulierung zu weit trieben.

In Vergangenheit sind wir vom Spar- zum Pumpkapitalismus mutiert. “Wenn Menschen zunächst nicht erwarten, die Früchte ihres Tuns genießen zu können” (Max Weber) – Der Schritt vom Realen zum Virtuellen – von der grundlegenden Wertschöpfung zur Kalkulation ohne Einbruchsgedanken. Folgerichtig aus Geld, was einen nicht gehört und vielleicht sogar nicht existiert, zu investieren, um irgendwie, schnellstmöglich Profit zu machen. Risiken werden kalkulativ, fernab der Realität, mit Prozenten festgesetzt. Eine pure Gier, ohne an Folgen oder Nachhaltig zu denken. Eine Mentalität des Kurzfristigen – schnellstmöglich, so viel wie möglich zu verdienen, egal wie und mit welchen Folgen.

Dies steht Symbolisch für unser Wirtschaftssystem. Ratenkauf ohne nachzudenken – Genieße und zahl später – jeder scheint sich alles leisten zu können. Die Entwicklung neuer Kaufgewohnheiten in einer stark auf Konsum angelegten Spaß-Gesellschaft und dadurch verschwindener Moral und naturalistischer Wertvorstellungen. Die Wirtschaft verlangt in ihrer Produktionkette mit ihren Arbeitern nach diesen alten Werten, aber jenseits der Arbeit, in der Welt des Konsums des Bürgers, gilt genau das Gegenteil. Die Wirtschaft zerstört somit die eigenen Mentalitäten.

Krisen sind meist eine Putzfrau, die aufräumt und schlechte Mentalitäten ausmärzt und vielleicht zu Veränderungen führt. Zur Zeit sieht es aber nicht so aus, als ob sich irgendwas ändern würde. Die Banken, zum Beispiel, fahren genau den gleichen Plan ab, wie vor der Krise. Keine handfesten politischen Zukunftsentwürfe entstehen und Manager werden trotz verschuldeter Unternehmen vergoldet in den Ruhestand entlassen. Die Bürger sind voller Zorn aufgrund der unverständlichen Verschlechterung ihrer Lebensverhältnisse und Erwartungen an den Staat und ihrer Arbeitgeber. Das Vertrauen sinkt ins Unermessliche. Gegenteilig ist Angst ein weiterer füllender Faktor – Angst die auch vom Staat und von regierenden Eliten geschaffen wurde und weiterhin geschaffen wird. Angst schürt aber Hass!
Ist ein Generationenwandel im Gange, nachdem die Casinoatmosphäre der Spekulation ein voraussichtliches Ende hat – entsteht neuer Realitätssinn?

Wirtschaftliche Prognosen sind eindeutig. Wenn die Krise enden sollte werden Entwicklungsländer und Schwellenländer bedeutend ärmer sein. Die Schuldenlast wird das Wachstum hindern, welcher nur noch sehr schleppend voran gehen wird. Steuern und Inflationsschübe werden hauptsächlich an der Mittel- und Unterschicht ausgelassen. Irgendwie erinnert mich das an die “anscheinend” durch J.P. Morgan 1907 oder durch die FED in den 30igern herbeigeführte Wirtschaftskrise, als man Banken mit Absicht krachen gingen ließ, um eine Krise zu schüren – ob ein Plan dahinter steckt, möchte ich nicht zur Debatte stellen.

Menschen arbeiten hart, um sich überflüssige Dinge leisten zu können. Der Mensch muss den Bezug zu unentbehrlichen Komponenten des Lebens und den Realitätssinn zurückgewinnen und schätzen lernen. Ein Mentalitätswechsel vom kurzfristig Höchstmöglichen zum langfristig Nachhaltigen.

„The Goverment lies, the bank steals, the rich laughs”
(in Gedenken an Ralf Dahrendorf eine Hommage an seinen großartigen Essay: “Leben muss sich wieder lohnen”)

UPDATE

Nachtrag 19. August 2009
Angst der Schwellenländer – Financial Times
Machtspiele an der Börse – Financial Times

11 Gedanke zu “Wirtschaftskrise – folgt ein Mentalitätswandel?”
  1. Als ich den Beitrag zum ersten Mal laß, wusste ich gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll. Mir wurde als erstes sofort bewusst, dass der Autor sich in Sachen Wirtschaft und wohl erst nicht in volkswirtschaftlichen Zusammenhängen wirklich gut auskennt.
    Es beginnt damit, dass der Autor behauptet: “Geld, was einen nicht gehört und vielleicht sogar nicht existiert…” wahrscheinlich von allzu korrupten Bankmanagern benutzt wird “…zu investieren, um irgendwie, schnellstmöglich Profit zu machen.”
    Als Erstes, habe ich noch nie von Geld gehört, welches nicht existiert. Natürlich gibt es sogenanntes “Giralgeld” welches nur elektronisch existiert und somit nie gedrückt wird. Trotzdem ist dies Geld. Mit Geld, welches nicht existiert, kann auch nicht spekuliert werden!
    Außerdem muss erstmal definiert werden, was denn überhaupt “schnellstmöglich(e) Profit(e)” sind?
    Sind es 25% Eigenkapitalrendite oder ist das noch vertretbar?
    Und warum ist Profitstreben so negativ belastet?
    Fakt ist, dass jedes Unternehmen, welches an einem Wettbewerbsmarkt agiert seinen Gewinn maximieren muss, d.h. es müssen gewisse Strategien getroffen werden um am Markt überhaupt überleben zu können.
    Doch ich will weiter auf den Artikel eingehen.
    Der Autor geht weiter davon aus, dass die Wirtschaft ihre eigenen Mentalitäten zerstört. Wäre dies nicht genau das was der Autor fordert bzw. in der Überschrift noch vermutet?
    Nein so ist es wohl eher doch nicht wie schon folgerichtig im nächsten Abschnitt aufgedeckt wird. Danach ist es wohl eher so, dass als Folge der Finanzkrise, nun eine enorme Verschlechterung der allgemeinen Lebensverhältnisse zu beobachten ist, aber die Mentalitäten der Banken haben sich in keinster Weise verändert.
    Doch stimmt das? Nur weil einzelne Banken wieder Gewinne einfahren? Und manch ein Banker eine Millionenabfindung bekommt die ihm nun mal vertraglich zusteht? Würde die nicht jeder von uns fordern?
    Bloß wenn weitergemacht wie vorher, warum können sich dann Klein- und Mittelständige Unternehmen momentan so gut wie gar nicht an den Kapitalmärkten refinanzieren?
    Aber es geht noch weiter. Im nächsten Abschnitt wird uns zu erst erklärt, dass “Wirtschaftliche Prognosen […] eindeutig” seien. Natürlich sind sie das, sie sind genauso eindeutig wie vor der Finanzkrise. Das haben Prognosen so an sich, sie sind eindeutig. Doch leider treffen sie nicht immer zu.
    Und nun wird es wirklich schlimm. Zwar hängt der Autor noch ein simples “anscheinend” an seine Behauptungen aber trotzdem bleiben sie für mich bestehen. Zu behaupten Wirtschaftskrisen wären durch einzelne Banken bzw Zentralbanken herbeigeführt wurden, ist genauso logisch und glaubhaft, wie dass der 11.September inszeniert wurde, die Mondlandung gefaket ist oder Bielefeld nicht existiert.
    Alles basiert nur auf Theorie welche keiner Überprüfung standhalten!
    Zum Schluss erklärt uns der Autor, dass Menschen nur für “überflüssige” Dinge arbeiten und den wirklichen Realitätssinn zurückgewinnen müssen, um endlich eine Mentalitätswandel herbeizuführen.
    Da frage ich mich doch wann wird endlich mal ein Mentalitätswandel einsetzen, der einsieht was Deutschland in den 60Jahren Bundesrepublik erreicht hat? Uns geht es so gut wie nie zuvor. Wir haben für jeden Bürger eine Krankenversicherung und ein soziales Auffangnetz. Keiner muss hier hungern. Natürlich kann man sich über Hartz IV Sätze streiten, in anderen Ländern beneidet man uns dafür. Außerdem hat jeder heute das Recht auf Bildung. Ein enormer Fortschritt. Genauso wie unsere medizinische Versorgung. Und nicht unser Rechtssytem zu vergessen, wodurch jeder gleich ist. Unsere Wirtschaft ist seit 1950-2005 in D um nominal 4494% und das Einkommen um 2266% gewachsen.
    Das alles ist eine Erfolgsgeschichte die kein sozialistischer/kommunistischer Staat jeh nachgemacht hat.
    Wann sehen die Menschen endlich ein, dass nur das Leistungsprinzip funktioniert und der der Leistung erbringt auch gerecht entlohnt werden muss?
    Nur weil jetzt ein wirtschaftlicher Zyklus geendet hat und damit ein gewisser Abschwung entstanden ist, heißt das nochlange nicht das es nicht wieder bergauf geht und das System ausgedient hätte.
    Und noch eins zum Schluss…sind es nicht grad die überflüssigen und teuren Dinge, die uns ein wenig mehr den harten Alltag versüßen? Und würde dieser harte Alltag in einem anderen System wirklich nicht existieren?

  2. Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und dein Feedback. Sowas möchte man erreichen! Ich weiß nicht, ob es sich herauskristallisiert hat, dass ich mich auf einen wirtschaftlichen Essay von Ralf Dahrendorf bezogen habe, bzw. diese Ausführungen etwas weitergesponnen hab. Als ich diesen Essay gelesen habe (leider ist der vollständige Essay nicht im Netz zu finden) hat er mich sehr beeindruckt. Es ging nicht darum, eine Art Verschwörung, like Mondlandung etc., vorzustellen.
    Ich gebe dir natürlich völlig Recht, dass wir hier in Deutschland einen Lebensstandard und Absicherung (“soziales Auffangnetz, Krankenversicherung usw.”) erreicht haben, auf den einige Länder neidisch sein können und der nur durch den kapitalistischen Gedanken enstehen konnte, aber auch aus Überfluss (Bsp. dynamische Rente – was Politiker selbst als Fehler eingesehen haben). Ein “Sozial”staat, der jetzt sein Tribut dafür bezahlt? Nein,..man kann stolz sein hier in Deutschland zu leben.

    Im Gegenzug musst du mir aber Recht geben, dass er utopische Relationen, die in keinen Gegenwert mehr stehen, erschaffen hat. Wozu bitte brauch ein Mensch 50 Millionen Euro Abfindung, bzw. ein Jahresgehalt von 27 Millionen (Wedekind bei Porsche) –

    http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/tid-8466/managergehaelter_aid_232198.html

    Hingegen müssen Menschen aus “niederen Klassen” mit 400 Euro Jobs sich über Wasser halten und überleben auch. Eine Zeit in der globalisierte Firmen ein höheres Einkommen als Länder besitzen.

    Zitat: “Wann sehen die Menschen endlich ein, dass nur das Leistungsprinzip funktioniert und der der Leistung erbringt auch gerecht entlohnt werden muss?”

    Und wo bitte ist da die Relation, des hart arbeitenen Bürgers, der durch harter Arbeit sein Körper kaputt macht und einen Bürostuhlakrobaten der unhaltsame Wirtschaftsprognosen aufstellt- ist der Geldzuspruch durch “Verantwortung” und “Buisnessplanerstellung” geregelt.
    Es spricht niemand gegen eine Leistungsgesellschaft – nur keine Sklaven-Leistungsgesellschaft.

    http://www.airflag.com/Hirn/w8/weltverm.jpg
    http://www.jjahnke.net/index_files/14489.gif

    Diese Dinge, die dir das Leben versüßen, sind unnötige Dinge. Postman hat mal gesagt – die Menschen amüsieren sich zu Tode. Heutzutage sagen dir die Medien, wie du zu Leben hast und welche Dinge “anscheinend” dein Leben versüßen. Braucht man das wirklich? Es sei dahingestellt. Die Medien schaffen dir deine Ideale, die keine Werte und Normen kennen, künstlich erzeugte Lebensweisen auf Konsum basierend, die nie begründet werden, warum man sie eigentlich braucht. Sensationgelüste von Menschen werden in überschwenglichen und unnützen Verhältniss bedient, die Erzeugung irrealer Traumwelten und massenhafter Verblendung. Durch das Fernsehen wird die Jugend aufgezogen in dem Glauben, dass Sie alle irgendwann mal Millionäre werden, Schauspieler, Rockstars… Man solle sich doch mal fragen, warum man überhaupt auf der Welt ist.
    Wo sind wir nur hingekommen? Eine Welt, in der eine Kassiererin, weil sie 1.60 Euro unterschlagen hat, fristlos entlassen wird. Wirtschaftsbosse, Bänker und Makler sich Millionen Euros in die eigene Tasche stecken. Geld, welches ihr Unternehmen wieder liquide machen sollte. Ohne Bedacht, dass davon mehrere tausend Arbeitsplätze bezahlt werden hätten können. Jeder ist sich selbst der nächste, nicht wahr?! Hunderte Milliarden werden in Aufrüstung von Militär und Krieg gesteckt, Billionen zur Rettung der durch eigenes verschulden blockierten Wirtschaft, wobei ein 10tel dieses Geldes ausreichen würde den Welthunger auszumerzen…

    Nun solle man demnach glücklich sein, so ein cooles Auto, so ein schönes Haus zu haben und so tolle Klamotten tragen zu können. Was hat dies für einen Sinn? Wird man dadurch zu einem glücklichen Menschen?

    Es geht nicht darum, dass es in einen anderen System keinen harten Alltag gäbe – es geht um eine Mentalität von Gier und Neid, sowie schnellstmöglich, optimale Gewinne zu machen. Die risikobehaftete Geldmacherei, ohne Verlustdenken. Ich hatte schon eingie Diskussionen, ob es menschliche Veranlagung ist, aus Gier zu handeln, oder ob es nur Dummheit ist. Wenn wir schon so einen tollen Wohlfahrtsstaat geschaffen haben, warum kann dieser nicht auf der ganzen Welt existieren? Stehe das nicht jedem zu? Sind wir Industrielle “besser” als niedere Schichten? Und deswegen gehts uns so gut?

    Achja – “schnellstmögliche Profite” – es folgt sicher bald ien Beitrag zu – “Die Wall Street Aktionäre zocken wieder – die Bankerboys lassen wieder die Korken knallen”

    ps. vielen Dank für deinen Beitrag – ich hoffe es folgen weitere…

  3. Nachtrag:
    Zitat:”Als Erstes, habe ich noch nie von Geld gehört, welches nicht existiert. Natürlich gibt es sogenanntes “Giralgeld” welches nur elektronisch existiert und somit nie gedrückt wird. Trotzdem ist dies Geld. Mit Geld, welches nicht existiert, kann auch nicht spekuliert werden!”

    Bitte belies dich mal über das Dokument “Modern Money Mechanics” die institutionierte Praxis der Geldschöpfung. Nach dem Prinzip gehen Banken und auch andere Institutionen weltweit vor. Und das ist Geld, was nicht existiert, bzw. keinen realen Gegenwert hat.
    Grüße

  4. Natürlich, lieber JohnnyCash, gibt es Geld, welches nicht existiert. Hinter dem Wort “Schulden” verbirgt sich ebenfalls Geld welches in der Form noch nicht, ich will sagen, “geflossen” ist. Genau so wie Johnny Cash nicht existiert, weil der arme Kerl 2003 abgekratzt ist; er möge in Frieden ruhen, würde der Christ jetzt sagen.
    Wie dem auch sei, weiß ich ja die forsche Schreibweise des Autors zu schätzen, doch ist nicht davon auszugehen, dass sich die Mentalität einer ganzen Generation aufgrund eines inszenierten Problems der Menschheit von Grundauf ändert. Erst heute als ich im Kiosk stand und wissen wollte welches persönliche Leid mir der Spiegel verkaufen wollte, scheiterte es an den 6.80€, die ich für mein eigenes Krisenprofil bezahlen sollte.

    Will sagen, dass wir vor dem Problem stehen, welches in der Zeit des 17. bis 18. Jahrhunderts schon konkretisiert wurde. (Wer keine Ahnung hat, wovon ich rede, der kann ja mal das Internet fragen, wo er grade so bequem mit seinem Arsch auf seinem Schreibtischstuhl sitzt.) Dort dachte man der Liberalismus wäre eine Lösung, heute würde ich nicht darauf wetten.

    Das mit der Angst ist ein guter Aspekt, den ich beim Lesen vermisst hätte, wäre er nicht doch noch aufgetaucht. (Das überrascht mich bei dem Autor aber wenig. (Das ist als Kompliment zu werten!)) Es ist jedoch keine Neuigkeit, dass man Angst hat, sobald es um die eigene Existenz geht. Das Geld die Essenz dieser Existenz darstellt, könnte man als Problem bezeichnen und es auf die Wirtschaft schieben.

    Dass der Autor wenig Sachkompetenz aufweist, wie unser Freund der Musiker meint, sehe ich nicht als Problem des Artikels. Ich finde, dass die Überschrift mehr verspricht als man bekommt, und ich es interessant gefunden hätte, über die heutige (deutsche) Mentalität im Allgemeinen zu Referieren, anstatt Wirtschaft (wieder einmal) in den Mittelpunkt zu stellen. So wäre der Artikel vielseitiger und spannender geworden.

  5. Wie cool, eine Diskussion 🙂 Als erstes will ich mal sagen, dass ich auch nicht mit allem zu frieden bin, wie es läuft.

    Wie die Geldschöpfung heutzutage aussieht, weiß ich. Was die Geldmengen M1, M2 und M3 sind, auch. Ich kenne den Geldschöpfungsmultiplikator und weiß auch, dass bei einer Einzahlung von 100 GE bei einem Reservesatz von 5% theoretisch 2000 “neue” GE geschaffen werden können.
    Bloß sehe ich darin kein Problem, denn wenn dieses Geld von der Bank geschaffen wird, also ein Kredit vergeben wird, muss sie sich auch sicher sein, dass dieses Geld wieder zurückfließt. Ansonsten entsteht nämlich ein realer Verlust, des “künstlich” geschaffenen Geldes. Genau das nennt man Risikomanagement. Jetzt kann natürlich herzlich darüber gestritten werden, ob diese Sicherstellung in der Vergangenheit wirklich ernst genommen wurde. Ich schätze eher nicht, sonst säßen wir nicht im Schlamassel.
    Genau dies ist auch mein Kritikpunkt, eine zu lasche Kontrolle der Kreditvergabe.
    Doch an der Art und Weise der Geldschöpfung gibt es meiner Meinung nach nix zu kritisieren. Denn erst der Kredit ermöglicht das Wachstum. Niemand oder nur sehr wenige würden sich zum Bsp. ein Haus leisten können, erst durch die Vergabe eines Kredites, wird neuer Wert geschaffen. Und nach Tilgung des Kredites wird dieses Geld dem Kreislauf auch wieder entzogen.
    Wer jetzt mit dem Jesus Cent kommt und den Zins als Übel an allem sieht, liegt leider auch falsch. Denn zu betrachten ist nicht nur die Zinsentwicklung, sondern auch die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung, denn auch die wachsen mit “Zinseszins”. Der Herr Solow hat dies mal gut erklärt 😉 Außerdem gibt’s ja noch sowas wie Inflation.

    Jetzt zur Frage der Relationen…Ich weiß nicht so recht ob man sie utopisch nennen will oder nicht. Ich finde schon, dass eine ziemlich große Verantwortung auf Managern lastet, welcher sie sich vielleicht wirklich nicht immer bewusst sind, doch bleibt die Frage, wie die Relationen abgewogen werden müssen.
    Wenn ein Mann, ein Unternehmen vor dem Aus rettet und somit auch mehrere hunderte bzw tausende Arbeitsplätze rettet (sind ja immer auch Zulieferer und Einzelunternehmer betroffen). Und dann über 16Jahre ein Unternehmen zu Welterfolg führt und dabei auch noch den Börsenwert von 300Millionen Euro auf zwischenzeitlich über 14Milliarden steigert. Dann sollte dies auch gerecht entlohnt werden, immer hin hätten diese Arbeitsplätze in den 16Jahren auch Arbeitslose sein können, was für den Steuerzahler sicher teuer geworden wäre. Nun bekommt der Mann halt eine Abfindung, die wiederum nicht der Steuerzahler bezahlt.
    Natürlich man könnte ihn auch für seine Spekulationen verurteilen, für mich ist die Abschlussbilanz trotzdem positiv!
    Und für die Weltverbesserer. Er hat sogar angekündigt 25Millionen zu spenden, da bleibt dann für ihn zwar noch ne Menge übrig, nach der Steuer versteht sich, aber das ist bestimmt auch bloß wieder eine Geste, die von vielen Menschen verhöhnt wird. Ich sag mal an die eigene Nase fassen…
    Hinzu kommt doch dass Managerpositionen auch einer Art Wettbewerb unterliegen. Wenn die Männer sich wirklich zuviel in die eigenen Taschen wirtschaften, würde doch ein anderer bereitstehen. Oder wird davon ausgegange, dass diese Berufsgruppe vollkommen gleich ist?
    Außerdem sind es doch ziemlich extreme Beispiele und damit meine ich Herrn Wiedekin oder die Kassiererin die für 1.60 entlassen wird. Wollen wir doch mal ehrlich sein, das sind nun wirklich die Ausnahmen!
    Nun zum Thema: Wenn wir ein so tolles Modell entwickelt haben, warum können nicht alle Länder dieser Erde davon partizipieren?
    Es wird doch schon seit Jahrzehnten versucht Entwicklungshilfe zu leisten und es ist doch auch schon an manchen Stellen gelungen. Es gibt genug Menschen in den industrialisierten Ländern die sich engagieren. Bloß leider ist es auch nicht hilfreich, wenn sich alle Nase lang, irgendein Diktator in Afrika, diese Hilfe oder die Gewinne aus Rohstoffausbeutung in die eigene Tasche steckt!
    Und natürlich gibt es auch den ein oder anderen global organisierten Konzern der gern mit Schmiergeldern dort arbeitet, bloß wo korrumpiert wird, muss auch jemand sein der sich korrumpieren lässt.

    Ich glaube nicht, dass es an der Geldschöpfung oder an all zu gierigen Managern liegt. Wenn dann liegt es an Politikern, die nur in Legislaturperioden denken und aus Angst vor Kritik der Bürger oder einzelnen Interessenvertretungen zurückschrecken, und somit einen wirklichen Umbruch verhindern.
    Sind wir doch mal ehrlich, Theorien zur Verbesserung hat die Wissenschaft, auch auf Grund unseres Systems, doch schon in den Schubladen. Bloß es wird dann doch wieder durch irgendeinen Lenkungsauschuss oder Minderheitenvotum ad acta gelegt!

    Dazu kommt, dass ich schätze, dass viele einfach bloß nicht mit dem „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ – Immanuel Kant, klarkommen. Und meinen, sie könnten eh nix ändern. Aber so ist unser System gar nicht ausgelegt. Nur durch Innovationen schaffen wir Fortschritt und Wohlstand für alle 😉

    Ich hoffe die Diskussion ist noch nicht vorbei 😉

  6. …das nimmt schon wieder Bahnen an, die sehr an BWL erinnern und auf das Anprangern der Wirtschaftssysteme der BWL und VWL wollte ich nicht hinaus. Du hast natürlich in Grundzügen Recht, keine Frage. Und ich bin der letzte der für Kritik nicht offen ist.
    Ich zweifle keines der Modelle oder Auffassungen an. Ich prangere die Mentalität an…es geht nur darum…die Menschlichkeit nicht außen vor zu lassen. Für diese Modelle sollen die Arbeiter/Menschen – Roboter sein. Aber des war schon immer bei der Bwl oder Vwl so, wer vor Risiken warnt,wird ausgelacht und landet auch im Fernsehen im späten Abendprogramm. (natürlich auch eher Schuld der Medien, zum Glück gibts Wirtaschaftsblätter die 7 Euro kosten, nicht wahr TB)
    Im Grunde bin ich Gegener von Kalkulationtheorien und darauf ziele ich ab – es funktioniert auch anders – die Mentalität des Menschlichen, sich auf grundlegende, notwendige Dinge zu konzentrieren.
    Vielleicht kam dieser Aspekt nicht richtig zu Tage, oder aber das wurde überlesen, dass ich oft schon mit Leuten über die Gier des Menschen diskutiert habe.
    Ob es in der Natur des Menschen liegt oder einfach nur Dummheit ist. Denn meines Erachtens wird Gier durch das derzeitige überdimensionierte Konsumangebot der Medien und des Marktes und hauptsächlich vom Geld geschürrt! Die Medien sind die Manipulatoren, das Geld ist das Ziel.
    Gier gab es schon in der Steinzeit, sobald es um materielle Dinge ging. “Dicke Keule – haben will!” (Zitat Urmensch Hänk) Zack,..Darwin, der stärkere gewinnt und kriegt die Keule. Aber wir sind doch keine Tiere mehr, sondern intelligente Wesen!
    Es hat nichts mehr mit Überlebenstrieb zu tun, nichts mehr mit Ehrgeiz, sondern reine Gier nach Macht, Geld und Kontrolle.

    Auch die Kontrolle der Banken wird nicht so durchgesetzt werden. In Amerika kaufen sich schon die ersten Banken nach und nach wieder von ihren Staatsbürgen frei, um eigenständig zu handeln und eigene Gehälter festzuschreiben. Auch das Casinotreiben an der Börse geht von vorne los. Herr Geithner, der neue Finanzminister der USA, ist als alter Notenbankchef mit denen per du und lässt dies zu. Die Regierungsreformen im Banksektor sind so gut wie tot. Aber dazu in einem Beitrag später mehr.
    Und für die Weltverbesserer…ach komm schon…gütig…, 25 Mio für Fonds und Stiftungen herzugeben (diese Institutionen sind in meinen Augen die neuen Geheimbünde 😉 ) Spenden kann man doch auch so schön von der Steuer absetzen…

    Zitat:”Es wird doch schon seit Jahrzehnten versucht Entwicklungshilfe zu leisten und es ist doch auch schon an manchen Stellen gelungen. Es gibt genug Menschen in den industrialisierten Ländern die sich engagieren. Bloß leider ist es auch nicht hilfreich,
    wenn sich alle Nase lang, irgendein Diktator in Afrika, diese Hilfe oder die Gewinne aus Rohstoffausbeutung in die eigene Tasche steckt!”

    Schon richtig…aber mal in Anbetracht, dass Amerika seit Jahrzehnten Entwicklungsländer mit Krediten unterstützt und durch hohe Zinsen diese in Abhängigkeit und Kontrolle stürzt und auch nach belieben einen Diktator, der Ihnen gefällt, an die Spitze putscht, um an die Rohstoffe zu kommen, sehe ich das eher hinfällig. Wenn die Wirtschaftsmächte wollten, könnten sie zu genüge Mittel zur Verfügung stellen. Meines Erachtens lassen sie diese Menschen verhungern. 100 000 Menschen sterben jeden Tag an Hunger, oder an seinen
    unmittelbaren Folgen, alle 5 Sek stirbt ein Kind an Hunger, 824 mio sind nach World Food Report unterernährt. Jeder Mensch der an Hunger heutzutage stirbt, wird ermordet. (We feed the world – sehenswert! oder : Flow – Wasser )

    Woran liegts? Wertneutrale Profitmaximierung der Weltkonzerne – ein Konzern hat kein Herz. Gut..das geht jetz wieder etwas am Thema vorbei…nur soll auch wieder ein exemplarisches Beispiel für die Gier der Unternhemen und den Konsum gegeben werden.
    Also bitte, fühl dich als BWLer nicht auf den Schlips getreten 😉
    Das schnelllebige, periodische Denken muss, wie du schon sagtest, umgedacht werden. Natürlich gebe ich den Politikern, genau wie den Medien, aber auch den herzlosen Global-Playern die Schuld…

    Das Geld ist immernoch eine hohe Technologie, die eben das Wachstum spriessen lässt, “nur durch Innovationen schaffen wir Fortschritt und Wohlstand” und Medienfutzis, die auch den Beklopttesten klar machen, dass er den Klingelton von Schnischnaschnappi jetzt auf seinen neuen O2-Loop-Xtra-Genion-Samsung-Iphone braucht, weil die auch nur Geld verdienen wollen…so long

  7. Okay. Anprangern willst du die „Wirtschaftssysteme der BWL und VWL“ nicht. Dir fehlt in diesen Modellen die „Menschlichkeit“. Bzw dort werden Menschen zu Robotern degradiert. Ich sage dir als „Kapitalistenschwein“ (welches ich vielleicht in deinen Augen bin), dass mit dem Faktor „Menschlichkeit“, es keine grundlegenden Änderungen der Theorien geben würde.
    Und es ist auch nicht unbedingt so, dass der ausgelacht wird, der warnt. Wenn er dies begründen kann und es stichhaltig ist wird ihm auch geglaubt, wir leben doch in einer Gesellschaft in der Meinungsfreiheit herrscht! Oder reden mir das nur die Medien ein?

    Und auch wenn du Gegner von Kalkulationstheorien bist, sind diese Theorien nun mal wissenschaftlich anerkannt und sind empirische nachgewiesen. Solange diese Theorien nicht durch weitere Erkenntnisgewinne überworfen werden, gelten sie nun mal.
    Das kann man kritisieren, bloß dann würde man wissenschaftliches Arbeiten im Allgemeinen verurteilen. Keiner der heutigen volkswirtschaftlichen Theorien(und auf diese beziehe ich mich und nicht auf irgendwelche BWL Sachen, wie mir vorgeworfen wird) nimmt für sich in Anspruch richtig zu sein!

    Und was sind den die grundlegenden Dinge? Gibt es da eine allgemeine Definition?
    Ist es nicht eher nach Maslow so, dass der Mensch sich nicht eh zu erst auf die grundlegenden Dinge konzentriert? Und erst dann nach Selbstverwirklichung strebt?
    Natürlich fehlt auch eine Definition der Selbstverwirklichung. Wohl liegt es nahe, dass es mit dem „glücklich sein“ zusammenhängt.
    Doch da sind wir wieder bei so einer Sache, denn jeder definiert Glück bzw glücklich sein für sich selbst. Wie kannst du behaupten, dass alle Menschen durch materialistische Dinge sich ihr Glück vor gaukeln? Glücklich sein ist doch so eine Sache, der eine ist froh wenn er die ganze Zeit saufen und Party machen kann und der andere ist glücklich wenn er ein gutes Buch ließt. Trotzdem würde ich mir niemals anmaßen, zu behaupten, erstgenannter ist deswegen ein zu bedauerndes Wesen und hat den Sinn des Lebens noch nicht verstanden.
    Wer bestimmt das denn?

    Dann zur Gier…verwechselst du vielleicht Gier mit Neid? Und kann es sein, dass auch du ein bisschen von Neid geprägt bist(bitte versteh das jetzt nicht falsch). Aber irgendwie ist ja Gier auch eine Form von Neid. Oder ist es andersrum? Ich weiß es auch nicht.

    Und die Medien, gaukeln Sie uns wirklich etwas vor? Ja, da gebe ich dir recht. An manchen Stellen ist das wohl so und dies liegt natürlich auch an einer gewissen Art von Profitstreben. Doch glaube ich nicht, dass sich wirklich jeder Mensch davon blenden lässt. Jungs ihr mit eurer Webseite zeigt doch das genaue Gegenteil. Wieso glaubt ihr das ihr die einzigen seid die so denken?
    Des Weiteren, setze ich, auch wenn esein bisschen idealistisch gedacht ist, auf den Pressekodex und dass es immer wieder seriöse Blätter gibt, die sich auch daran halten. (Im übrigen würde ich so eine Art Kodex für diesen Blog super finden 😉 )
    Unsere Medien sind doch nicht gleichgeschaltet!

    Zum Wiedererstärken des „Casinos an der Börse“ will ich mich nicht weiter äußern, nur kurz, als Kapitalist, sehe ich es eher positiv, dass wieder eine gewisse Belebung der Wirtschaft einsetzt.

    Zu der Spende ist nur zusagen, dass mir ja schon klar war, dass diese verhöhnt wird. Können wir also nach deiner Auffassung alle Spenden sein lassen? Da sie ja wohl erheblich wenigerer sein werden als 25Millionen und weil sie ja bis zu einem bestimmten Freibetrag steuerlich geltend gemacht werden können?

    Ja und was die Amis so machen, kann mir ja jetzt schlecht vorgeworfen werden? Aber da ist ja wieder die Sache mit den Politikern von den ich rede 😉 Und manche amerikanischen Exemplare sind wirklich perfide, da gebe ich dir Recht.
    Bloß gibt irgendein anderer Staat, den Entwicklungsländern Geld? Die hohen Zinsen sind doch nun mal auch ein gewisser Risikoaufschlag(aber da von willst du ja nix hören). Und Schuldenerlasse für die dritte Welt gab es auch schon zur Genüge…

    Den letzten Abschnitt hab ich ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden…wieso ist Geld eine Technologie? Ich will ja gar nicht behaupten, dass Jamba und Co ein Fortschritt sind, sie sind typische Eintagsfliegen, die sich nicht lange halten werden, darauf basiert unsere Wirtschaft nämlich auch 😉 Try and Error…Kann man schlecht finden, genauso wie die Neoklassischen Theorie oder die Industrieökonomik, auf die ich mich berufe! Was wie gesagt nix mit BWL zutun hat! Solange keine besseren Theorien, empirisch nachgewiesen wurden, sollte man auch an keine anderen glauben. So sehe ich das zumindest!
    Aber dies liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass die Elite das so will…na klar doch.
    Festzuhalten bleibt meiner Meinung nach, dass Glück jeder für sich selbst definiert. Und es Überheblichkeit wäre, zu behaupten zu wissen was Glück ausmacht!
    Jeder kann mir das Gegenteil beweisen, wenn er es schafft mir eine allgemeingültige Definition für das erfolgreiche und glückliche Zusammenleben der Menschheit zu geben. Solange bleibe ich Kapitalistenschwein und glaube daran was die Wissenschaft bis heute hervorgebracht hat!

  8. Also Johnny…Ich werf hier weder dir persönlich was vor, noch titelte ich dich Kapitalistenschwein. Ich vermag hier niemanden sein Glück definieren und bin auch kein Neider, sondern versteh mich als Aufklärer :)…ich finds eher ein bisschen erschreckend, dass du dich gleich so angegriffen fühlst, wobei ich in keinster Weise persönlich geworden bin. Ich wusste, dass dieses Thema den Rahmen sprengt, weil es etliche Faktoren gibt und dies eher Platz in Büchern findet 😉

    Die Empirik scheint bis jetzt diese marktwirtschaftlichen Theorien bewiesen zu haben. Ich hatte einige Bücher in der Hand, die in die Zukunft “prognostizieren und kalkulieren” und da sah es nich so rosig aus. Du weißt selbst, dass der Kapitalismus ein selbstzerstörrerisches System ist. Und das Prognosen und Hochrechnungen nicht funktionieren sieht man hautnah an der Umwelt.

    Du musst mir nur kurz noch erklären, was Wirtschaftstheorien mit wissenschaftlichen Arbeiten zu tun hat? Du meinst also, dass qualitative und quantitative Forschungen auf die Wirtschaft übertragen werden und dadurch Marktstrategien modifiziert werden, oder wie darf ich das verstehen?

    „Glück ist eine Angelegenheit des individuellen Genusses“ – „Glück ist eine Angelegenheit der Wünsche, die man hat“ – „Glück besteht im Erreichen bestimmter Dinge aus einer Liste erstrebenswerter Ziele“ – echtes Glück ist demnach eine Synthese dieser drei Theorien und besteht aus dem angenehmen Leben und ist immer individuell. Hab ich dies vorher versucht zu definieren – Nein! Und möchte ich keinen vorschreiben. Daraufhin musst du noch zwischen kurzfristigen Glücksempfinden und langanhaltenen Glück unterscheiden, wobei ich Maslow eher das kurzfristige, subjektive Glück zuschreibe um Bedürfnisse zu befriedigen, symbolisch für unsere Zeit – Konsum.(Geht auch am Thema vorbei)

    Wenn Medien nicht über Ereignisse berichten, existieren Sie auch nicht und sowas wie einen Kodex gibt es nicht – weil es nämlich nur ums Geld geht und was der Leser lesen will (das weißt du selbst). Desweiteren gehts um Kontrolle und Manipulation durch Angst herbeizuführen und Menschen dumm zu halten…es gibt viele Sachen von denen du nichts weißt und das mit Absicht, es sei dahingestellt ob Verschwörungen oder Fakten. Umsonst gibt es keine Geheimdienste.
    Und ja – ich geh von aus, dass mindestens 60 Prozent in Deutschland sich nur berieseln lassen, anstatt die Energie aufzubringen zu reflektieren.

    Von mir wars das, weil es eher einen Kampf gleicht, als einer sachlichen Diskussion. Vielen Dank für deine Beiträge

  9. Eine letzte Stellungnahme sein mir gestattet 😉

    Keine Sorge, hab mich nicht angegriffen gefühlt…

    Zum wissenschaftlich-wirtschaftlichen Arbeiten will ich nur sagen, dass da natürlich noch ein bisschen mehr dazu gehört. Und selbst wenn Marktstrategien modifiziert oder optimiert werden, entstehen für mich dadurch gewisse Effizienzgewinne, was mit einer Pareto-Verbesserung gleich zusetzen ist, und somit Wohlfahrtsmaximierung bedeutet.
    (Ich kann verstehen, wenn du jetzt die Augen verdrehst und am liebsten auf den Bildschirm einschlagen würdest ;)).
    Mein Versuch war es gewisse Mentalitäten durch volkswirtschaftliche Theorien zu erklären und damit auf zudecken, dass nicht alles was nach Gier aussieht, auch Gier ist. Ich gebe zu, dass ist nicht wirklich gelungen!

    An den Pressekodex, glaube ich weiter, vielleicht ist das naiv und ignorant. Vielleicht aber auch nur Optimismus. Ich will nicht glauben, dass sich eine gut gebildete, komplette Berufsgruppe (also Journalisten) dem “Profitstreben” unterwirft. Bzw bin ich der Meinung, dass so etwas zuerkennen wäre. Und Menschen deren einzige Informationsquelle, die Bildzeitung ist, sind doch selbst schuld!
    (Gut für manchen ist das gleich wieder eine typisch kapitalistische Haltung, aber zum Glück kann mir die heutzutage keiner nehmen)

    Ob es nun viele Dinge gibt, von denen ich nix weiß und die mir extra vorenthalten werden, sei mal dahin gestellt, das läuft wieder auf Verschwörungen hinaus a la Bilderberg, etc.
    Ob wir kontrolliert, manipuliert oder künstlich dumm gehalten werden, vermag ich nicht zu beurteilen. Doch unternimmt der Staat doch relativ wenig dafür, ich hatte oben schon angeführt, jeder hat dass Recht auf Bildung und somit die Möglichkeit sich seiner eigenen Meinung klar zu werden, wenn man dies aber nicht annimmt, weil man zu faul ist, wieder selbst schuld!

    Zuletzt will ich sagen, dass vielleicht genau ich der Typ bin, der künstlich stillgehalten wird, dass kann möglich sein, ich nehme nicht für mich in Anspruch immer vollkommen richtig zu liegen, wenn dies an manchen Stellen so rüber kam, tut es mir leid!

    Ihr habt mir auf jeden Fall das Bloggen näher gebracht. Ich spiele schon mit dem Gedanken meinen eigenen “konspirativen-avangardistischen-Ökonomie-Blog” zugründen 😉

Kommentare sind geschlossen.