Winter in Europa: Eisschollen auf der Elbe in Magdeburg – Regenfälle in der Arktis!

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Elbe zum Stillstand kommt bzw. komplett zufriert, ist in den nächsten Tagen so hoch wie seit langem nicht (in Magdeburg war die Elbe letztmalig im Januar 1997 zugefroren). Wer die Möglichkeit hat, sollte sich dieses Naturspektakel einfach mal „Live und in Farbe“ anschauen.

Im Gegensatz dazu, sieht die Eissituation in der Arktis (speziell im Raum Spitzbergen und Franz-Josef-Land) nicht gerade gut aus. Temperaturen von bis zu 25 Kelvin (!!!) über dem Mittelwert und sintflutartige Regenfälle lassen das Eis dort mitten im Winter sogar schmelzen: ganze 116,8 liter/m² Niederschlag (Regen) wurden Ende Januar innerhalb von 24h an der Wetterstation in Ny Ålesund (Spitzbergen) gemessen.
Zum Vergleich: der bisherige Rekordwert lag bei 57 l/m² in 24h, normalerweise gibt es im gesamten(!) Januar dort etwa 25 l/m² Niederschlag (und das meist als Schnee, entspricht bei -1°C etwa 25 cm Schnee). Die Meteorologen sprechen von einem Ereignis, das alle 200 Jahre vorkommt (Quelle: http://met.no/V%C3%A5tt+i+Ny-%C3%85lesund.b7C_w7HK19.ips ).

Hier eine Karte zur derzeitigen Eisausdehnung auf der Nordhalbkugel, inklusive der Eisausdehnung im Mittel (orange):

(Quelle: http://nsidc.org/data/seaice_index/images/daily_images/N_daily_extent_hires.png -> wird täglich aktualisiert)

Wissenschaftler diskutieren bereits über einen Zusammenhang zwischen dem Eisrückgang in der Arktis und veränderten Zirkulationen auf der Nordhalbkugel:
1. http://www.tellusa.net/index.php/tellusa/article/view/11595

2. http://www.faz.net/aktuell/wissen/klima/klimawandel-was-die-kaelte-mit-dem-letzten-sommer-zu-tun-hat-11633095.html

Eventuell ist diese Entwicklung in der Arktis, demnächst noch einen gesonderten Beitrag wert.

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