Neulich im Restaurant Schuldensumpf: „Was kostet denn das Menü Europa?“

So…dann wohlen wir doch mal sehen was, nach dem ganzen Schuldenmahl so auf der Rechnung steht.

„Bislang wurde notleidenden Euro-Staaten mit 802 Milliarden Euro geholfen, rechnet Sinn nun vor. Diese Summe könnte demnächst auf 1670 Milliarden Euro anschwellen, wenn die Regierungen die Beschlüsse des Brüsseler Krisengipfels vom 21. Juli voll ausschöpfen und weitere Kredite vergeben. Für knapp ein Drittel der gesamten Haftungssumme steht Deutschland gerade eben für jene 465 Milliarden Euro.“

Hans-Werner Sinn, Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo -Quelle-

Zur Vorspeise „Einmal bitte Hinterfragen“! „Wie heißt es so schön, das Geld ist nicht weg, es hat nur ein Anderer.“ Wenn ein Ackermann sagt: „Es sieht schlecht aus um Europa!“, heißt das eher das Gegenteil. Wenn Deutschland 500 Milliarden Euro für die Schuldnerstaaten der Euro-Zone aufbringen muß, dann haften diese Staaten gegenüber Deutschland mit ihrem Staatsvermögen. Falls das schief geht, zahlt halt der Steuerzahler.

So können dann, um nur ein Beispiel zu nennen alle staatlichen Fluggesellschaften sofort von der Lufthansa übernommen werden. Auch diverse Bergwerke und
Bodenschätze können so in deutschen Kapitalbesitz übergehen. Und alles bleibt in der EU und Euro-Zone zusammen. Nichts wird verschleudert oder erpresst, sondern geht nur seinen kapitalistischen Gang. Warum ist die FDP wohl FÜR die Insolvenz Griechenlands und die CDU dagegen? Vielleicht weil Herr Ackermann der Angie was ins Ohr geflüstert hat? Aber auch weil der FDP durch die Anti-Europa Einstellung einige Wählerstimmen zukommen.

Zum Hauptgang kommt extra der Herr Geithner aus Amerika um bei der Euroschuldenkrise zu beraten (Videolink). Oder eher doch zu loben? Schäuble und Merkel sind doch kurz vor dem vorgeschriebenen Ziel: „Europa wird von Amerika über den von Deutschland gnadenlos dominierten und unethisch instrumentalisierten Euro aufgekauft, an den Dollar angeglichen und in die Neue Welt von Dominanz und Krieg gleichgeschaltet. Amerika regiert, so schlecht es steht, die Börse und hält die Macht des Fiatgeldes.

Und zum Nachtisch wacht man in einer Schale globaler Pathokratie auf. Darin angerichtet, zeichnet sich ein Bild von Entmündigung, Verfassungsfeindlichkeit und Unmenschlichkeit. Ein Dessert des wehrlos gemachten „Privatpseudostaat“, angewiesenen und dienlich dem Großkapital und Lobbyismus. Da hat sich der Sternekoch selbst übertroffen. Entweder wir werden jetzt erwachsen oder wir sterben! Habgier und Friede schließen einander aus! Denn gerade seit dem zweiten Weltkrieg werden durch den internationalen Handel der Banken, Entwicklungs- und Wirtschaftsvereinbarungen, Abmachungen und „Gesetze“ entwickelt und angewendet, um einen weltweiten Krieg von wirtschaftlicher Vergewaltigung, Raub und Plünderung gegenüber den bescheidenen Völkern der Erde zu führen. Konsumverblendet entertained und durch Massenmedien psychosomatisch verkümmert sehen wir nicht, dass wir Sklaven ohne Ketten sind!

Aber uns gehts doch in Deutschland noch so gut, nicht wahr?!

Literaturempfehlung:
Lobaczewski`s „Politische Ponerologie“Leseprobe

Erich Fromm: „Haben oder Sein“Leseprobe

Die Beschissenheit der Dinge – der Freitag

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