INDECT – ein weiterer Schritt zum √úberwachungsstaat

„Wer nichts getan hat, muss auch nichts bef√ľrchten!“ ,titelt Matthias Monroy in seinem Artikel zu dem neuen Sicherheitssystem INDECT.

Dieses Forschungsprojekt, welches versucht Informationen aus dem Netz, aus Datenbanken und von √úberwachungskameras zu verbinden, soll der EU den √úberwachungsstaat erm√∂glichen. Geplant ist ein automatischer Bev√∂lkerungsscanner, in dem alle bekannten und g√§ngigen √úberwachungsinstrumente miteinander vernetzt werden. Dies wird seit 2010 von der EU mit 14,86 Millionen Euro finanziell gest√ľtzt. Die Welt schreibt: „Indect“ soll es m√∂glich machen, dass alles gesehen und alles verfolgt werden kann.“

Es soll der Suche, Entdeckung und √úberwachung von B√ľrgern in st√§dtischen Umgebungen dienen, mit dem glanzvollen Ziel, die Sicherheit zu erh√∂hen. Ein Spionageprogramm, dass („und jetzt kommts“) aufgrund von kritischen Presseberichte vor allem im deutschsprachigen Raum die INDECT-Macher jetzt bewogen haben, das Verh√§ltnis zur √Ėffentlichkeit zu √ľberdenken und es teilweise bedeckt zu halten.

Telepolis dazu: „Um kritische Datensch√ľtzer und Journalisten zum Schweigen zu bringen, werden fortan keine Dokumente mehr online gestellt, wenn sie „negative Konsequenzen“ f√ľr Strafverfolgungsbeh√∂rden nach sich ziehen, den Ruf des Projekts beeintr√§chtigen oder die „nationale und √∂ffentliche Sicherheit“ gef√§hrden.“

Somit wird es in naher Zukunft möglich werden, in irgendeiner Weise auffällig gewordene Menschen in urbanen Umgebungen schnell zu entdecken und langfristig zu verfolgen. Ein unpassendes Video bei Youtube hochgeladen und man kann per Überwachungskameras gesucht, via Suchmaschine identifiziert und mittels tragbarer Geräte von Polizisten erkannt und beschattet werden.

Stephen Booth in „The Daily Telegraph“ dazu: „Das ist nach meiner Meinung alles ziemlich be√§ngstigendes Zeug. Diese Projekte w√ľrden eine riesige Invasion der Privatsph√§re bedeuten und die B√ľrger m√ľssen sich fragen, ob die EU wirklich ihre Steuergelder f√ľr so etwas ausgeben sollte.“

In Wuppertal wurde bereits Anfang des Jahres Widerstand gegen die Beteiligung der Universit√§t am EU-√úberwachungsprojekt INDECT ge√ľbt. Auch das Bundeskriminalamt forscht mit, doch die gesamte Anzahl der INDECT-Projektpartner ist sehr undurchsichtig. Aus Deutschland sind InnoTec DATA, PSI Transcom und der Lehrstuhl f√ľr Automatisierungstechnik/Regelungstechnik der Bergischen Universit√§t in Wuppertal dabei.

Glaubt noch jemand an die Demokratie? Ein Verfassungshochverrat, denn der bezeichnet s√§mtliche √Ąnderungen und Beseitigungen des Wesensgehaltes der Verfassung, wie die freiheitliche Demokratie, den Rechtsstaat und die Grundrechte. Danke Herr Orwell, also helfen wir Herrn Sch√§uble ein wenig: KLICK!

‚ÄěWenn der Mensch aber √ľberall mit Videokameras beobachtet wird, wenn mit Erfassungssystemen festgehalten wird, wo und wann er welche Stra√üen benutzt, wenn die Daten seiner Fl√ľge registriert, seine dortigen Essgewohnheiten festgehalten, seine Computer elektronisch durchsucht, seine Bankkonten staatlich visitiert, seine Pers√∂nlichkeitsdaten, seine Krankheiten und Gebrechen zentral abrufbar werden, dann ergibt sich die gef√§hrliche Totalit√§t aus der Summe.‚Äú Heribert Prantl, Ressortleiter Innenpolitik ‚ÄěS√ľddeutsche Zeitung‚Äú

UPDATE Lachen noch einige wenn es um √úberwachung per Drohnen geht?
Beim Castortransport kamen sie schon zum Einsatz!

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