Guttenbergs Kriegslegitimation

Urheber: Kostas Koufogiorgos
Urheber: Kostas Koufogiorgos
Wie es schon Horst K√∂hler √∂ffentlich aussprach, werden Kriege mit deutscher Beteiligung auch unter Wirtschaftsinteressen gef√ľhrt. ‚ÄěIch frage mich bis heute, was so verwegen an dieser Aussage war (…) Ich h√§tte mir von uns allen etwas mehr Unterst√ľtzung in dieser Fragestellung gew√ľnscht.‚Äú so die aktuelle Meinung des Guttenbergs. K√∂hler hatte in einem Interview gesagt, dass ‚Äěim Notfall auch milit√§rischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege zu sichern.“

Nun spricht sich Herr-von-und-zu-hauptsache-Gel-in-den-Haaren-Guttenberg f√ľr die Durchsetzung von Wirtschaftsinteressen durch das Milit√§r aus. Der kleine Nachfahre einer Raubritterfamilie hat wohl nichts anderes beigebracht bekommen als solchen Wortlaut:

„Der Bedarf der aufstrebenden M√§chte an Rohstoffen steigt st√§ndig und tritt damit mit unseren Bed√ľrfnissen in Konkurrenz (…)“Offen und ohne Verklemmung“ solle in der Sicherheitspolitik auf wirtschaftliche Interessen eingegangen werden“… Quelle

…hei√üt mit anderen Worten nichts anderes, als dass in unserer Republik Wirtschaftsinteressen einen h√∂heren Stellenwert haben als das Leben des Individuums den wir dann „Feind“ oder besser „Terrorist“ nennen, wenn er unseren Profit schm√§lern will. W√ľrde ich meinen Nachbarn ermorden um an seine „materialistischen Ressourcen und Handlungsfreiheit bei seiner Frau“ zu kommen, dann w√ľrde das vor jedem Gericht als Mord aus niederen Motiven gewertet werden.

Ein Politiker, welcher sich derart √∂ffentlich gegen das Grundgesetz stellt auf dessen Einhaltung er einen Amtseid geschworen hat, muss unverz√ľglich aus seinem Amt entfernt werden. Gegebenenfalls auch durch Anwendung von Artikel 20 Abs. 4 GG.

Im Inneren werden die sozialen Rechte systematisch abgebaut und in der Au√üenpolitik setzt man zunehmend auf eine aggressive Machtpolitik, die man eigentlich im historischen Kontext nur noch als Imperialismus 2.0 bezeichnen kann. Wie nur soll man seinen Kindern Sozialverhalten und R√ľcksichtnahme beibringen, wenn das staatliche Vorbild sich bei jeder Gelegenheit auf das Recht des St√§rkeren beruft. Ist das das „christliche Weltbild“ welches unsere christlichen Parteien bei jeder Gelegenheit den b√∂sen Islamisten um die Ohren hauen wollen oder die geforderte kapitalistische Einstellung in einer Welt, in der nur Profit und Machtgier z√§hlt? Unter Anderem bin ich gespannt, wann dann endlich die baldige Berufsarmee bei Demonstrationen aufmarschiert.

Schon 1992 publizierte ein gewisser Generalstabsoffizier Herden folgendes

„Das 21. Jahrhundert wird die √Ąra eines neuen Kolonialismus sein (‚Ķ) Die Kolonien der Zukunft werden vor allem Ressourcenlieferanten und Absatzm√§rkte f√ľr die Kolonialm√§chte sein. (‚Ķ) Die Regierungen der reichen Staaten werden physische und digitale Sicherheitskorridore f√ľr den Abtransport von Bodensch√§tzen und den Handel sowie zu Informationszwecken einrichten und √ľberwachen.“ Quelle