Doku: Freiheit der Wahl

Wir bomben, r├╝sten auf, zerst├Âren die Natur, entwickeln perverse Waffen, t├Âten Millionen von
Menschen, bringen unseliges Leid ├╝ber V├Âlker, l├Âschen ganze Kulturen aus …Warum?

Nat├╝rlich k├Ânnen wir die Machthaber beschuldigen Oder wir k├Ânnen die Terroristen beschuldigen…oder die G-8, die korrupten Regierungen Afrikas, die ├ľl-Scheichs, die neuen Gro├čm├Ąchte oder die Weltbank …Und tats├Ąchlich m├Âgen sie alle an einem schmutzigen Spiel beteiligt sein. Aber ist es wirklich so einfach? Sind nur sie an Kriegen interessiert, w├Ąhrend wir nur den Frieden w├╝nschen und gegen den Krieg demonstrieren? Die ganze Welt protestiert und ruft nach Frieden. W├╝nschen wir uns wirklich den Frieden? Oder sind wir fasziniert von Krieg und Gewalt? Kino- und Videofilme, Computerspiele, Comics… Sind wir wirklich die Guten und Unschuldigen, oder stehen auch wir im Bann von Gewalt, Sex und Unterhaltung?

Gegen den Krieg zu demonstrieren ist nat├╝rlich etwas Gutes. Aber protestieren wir auch gegen den „Nutzen“ des Krieges, n├Ąmlich unseren Wohlstand? …unseren Fortschritt? …unseren Komfort? ├ťber viele Jahrhunderte von Kriegen und kolonialer Ausbeutung und durch die Versklavung von Abermillionen von Menschen wurde unsere „zivilisierte Welt“ aufgebaut. Die Ermordung von 50-70 Millionen Indianern und Indios ist ein weiteres dunkles Kapitel unserer Geschichte! Auf der ganzen Welt sind wir eingefallen… versklavten Menschen… und beuteten sie in Plantagen und Minen aus… Kautschuk, Baumwolle, Zucker, Kaffee, Gold,Kakao, Tabak etc. Alleine in der Silbermine in Potosi, Bolivien, wurden ├╝ber 10 Millionen Menschen zu Tode geschunden. Und auch heute noch (z.B. in der Textilindustrie, der Herstellung technischer Konsumg├╝ter) werden Hunderte von Millionen von „Billiglohn-Kr├Ąften“ in sogenannten „Freihandelszonen“ extrem ausgebeutet – f├╝r den Vorteil von uns, den Menschen der „Ersten Welt“. Wir alle leben in solchem ├ťberfluss. Aufgrund der andauernden Ausbeutung der Dritten Welt fristen Milliarden von Menschen ein Leben voller Elend und Not. Doch k├╝mmert uns dies wirklich? Oder sind wir zu sehr von unserem Genuss und Komfort eingenommen und beschuldigen lieber „die Anderen“ f├╝r all die Kriege und Miss-St├Ąnde? Eine ehrliche Geschichtsbetrachtung zeigt uns aber,dass viele dieser Regimes nur Marionettenregierungen sind, Teil eines postkolonialen, multinationalen Systems, das unsere andauernde Ausbeutung der Dritten Welt verschleiert. Korrupte Staatsm├Ąnner und Diktatoren sind uns dienlich, indem sie ihre L├Ąnder in die Schulden falle der Industriestaaten treiben. Und so bekommen wir ihre Ressourcen zu l├Ącherlichen Preisen uns machen ganze Nationen von unserem Wirtschaftssystem abh├Ąngig, wodurch oft auch Konflikte f├╝r unsere Kriegsindustrie herausspringen.

Deshalb bedienen wir uns gerne solcher B├Âsewichte,denen wir die Schuld zuschieben k├Ânnen, um unsere Geschichte des Mordens und Versklavens in eine angenehmere „Geschichte“ zu verwandeln. Als h├Ątten wir sie in unser Land eingeladen… Alsob sie uns freiwillig ihr Land gegeben h├Ątten… So verdecken wir unsere eigene Hab- und Gewinnsucht und die Gr├Ąueltaten ganzer Nationen mit dem Bild des perfekten B├Âsewichtes. Leider lernen wir in der Schule nicht, dass auch Hitler & Co. von Investoren der internationalen Hochfinanz unterst├╝tzt wurde, wie zum Beispiel von Prescott Bush, George W. Bushs Gro├čvater. Selbst Kriege wie der Zweite Weltkrieg wurden f├╝r die geopolitischen Interessen der Hochfinanz gef├╝hrt. Danach entstand mit dem Feindbild des Kommunismus das Phantom des Kalten Krieges, mit dem der zwanghafte Wettlauf von Industrie, Technik und Wirtschaft gerechtfertigt wurde.

Zuerst werden Machthaber gef├Ârdert und/oder finanziert, um danach ihre L├Ąnder und Rohstoffe „befreien“ und kontrollieren zu k├Ânnen. Je skrupell oser unsere alten Freunde und Verb├╝ndeten sind, desto mehr helfen sie uns, unsere „Demokratie“ zu verbreiten, und mit unserer Strategie der Macht, Kontrolle und Ausbeutung fortzufahren. Somit erzeugt ein Netzwerk globaler Machenschaften gro├čen ├ťberfluss f├╝r die Menschen der Industriel├Ąnder und gro├čes Elend f├╝r Milliarden von Menschen. Doch aufgrund unserer eigenen Interessen sind wir nicht wirklich bereit, diese Zust├Ąnde zu ├Ąndern, und ├╝bersehen gerne unsere eigene Beteiligung an diesem System.
Eigentlich wissen wir all dies schon, aber da wir nicht auf unseren Anteil verzichten wollen, leben und lehren wir unsere eigene Version der Wahrheit.

Somit hinterfragen wir nicht unser System der Massenerziehung, das von Giganten der Industrie und Politik aufgebaut wurde – sicherlich nicht um Mitgef├╝hl, Weisheit und Wahrheit zu lehren, sondern um uns an industrielle und wirtschaftliche Interessen anzupassen. Jahre der Schulpflicht k├Ânnen unsere nat├╝rliche Einzigartigkeit untergraben und fordern Anpassung, Folgsamkeit und Konformit├Ąt an eine konsumorientierte Gesellschaft. Anstatt wahres Verantwortungsbewusstsein gegen├╝ber Umwelt und Menschheit zu lehren f├Ârdern die Schulen einen Wettstreit- und Karrieregeist in einer technischen Welt von Massenproduktion und Massenkonsum! Auf endlosen Fortschritt programmiert begehren wir immer neuere Versionen von industrialisierter Annehmlichkeiten. Doch weshalb sind wir so sehr im Banne des Fortschritts?
Hat unser Weltbild der Evolution uns blind f├╝r die Vollkommenheit des Lebens gemacht und uns dazu verleitet, alles manipulieren zu wollen? Von den Genen bis hin zum globalen Klima…Rechtfertigt dieses Weltbild einen „Sozialen Darwinismus“, ein „├ťberleben des St├Ąrkeren“ auf Kosten der Schw├Ącheren? M├╝ssen wir uns entscheiden?
Denn so lange wir Gewalt konsumieren, andere beschuldigen und gleichzeitig ihre L├Ąnderausbeuten, unsere Geschichte besch├Ânigen, in Massenkonsum vertieft sind und unsere Annehmlichkeiten auf Kosten anderer leben, m├Âgen wir zwar fantastische neue Versionen des „├ťberleben des St├Ąrkeren“ erreichen, aber niemals werden wir Frieden erleben k├Ânnen! Aber wollen wir ├╝berhaupt Frieden? Oder verfolgen wir lediglich unsere eigenen Interessen…sei es im Namen unserer Religion oder im Namen des Fortschritts oder im Namen unserer Nation und Familie oder im Namen der Demokratie oder einfach im Namen des Geldes. So verbergen wir unsere Interessen hinter der breiten Masse, wie in fr├╝here n Zeiten der R├Âmer und der Sklaverei, der Eroberungsz├╝ge, der Kreuzz├╝ge, der Inquisition, des Kolonialismus und der Nazis! Und wir m├Âgen uns fragen: „Wie konnten all diese Menschen da mitm achen?“ Aber ist der moderne Kapitalismus nicht noch schlimmer, der direkt oder indirekt auf Kosten von rund 4 Milliarden Menschen gelebt wird und zur Zerst├Ârung unserer Umwelt f├╝hrt? Und wie steht es um unsere Zukunft, wenn wir mit unserer Profitgier fortfahren und uns lediglich um unser eigenes Geld und Vergn├╝gen k├╝mmern?

Seit Menschengedenken verf├╝gt eine Elite ├╝ber Macht und Wohlstand auf Kosten der gro├če Mehrheit. Heute kontrollieren die 500 m├Ąchtigsten Privatgesellschaften der Welt mehr als die H├Ąlfte des globalen Bruttosozialproduktes auf Kosten der Unterschicht und der schnell abnehmenden Mittelschicht! Und sie werden ihre Gewinne noch zu steigern wissen und besonders auch unsere┬á Energieabh├Ąngigkeit ausn├╝tzen. Ein gr├Â├čerer Vorfall in der globalen Energieversorgung w├╝rde den ├ľlpreis so weit in die H├Âhe treiben, dass sich nur noch die obere Klasse diesen leisten k├Ânnte, was ihre Macht weiter ausbauen w├╝rde – w├Ąhrend mehr und mehr Menschen die Verlierer w├Ąren. Dies mag alles sehr d├╝ster klingen. Doch die gro├če Mehrheit ist heute schon vom Kapitalismus ausgeschlossen und fristet ein Leben in Armut. (Quelle: http://www.tiggertom.at/pdf/sideaufbau/people_pdf/Die_Freiheit_der_Wahl.pdf)

Wollen wir unseren Kindern, wirklich so eine Welt hinterlassen?

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht.


Datenschutzbedingungen zustimmen.

*