Doku: Das digitale Ich

Wie viel „Digitales“ braucht der Mensch? Und wie viel „Menschliches“ das Digitale? Auf welche Art und Weise funktioniert diese vermeintliche „Mensch-Maschine-Symbiose“, die sich seit der Erfindung des Arpanets im Jahre 1969 langsam und mit immer vereinnahmenderer Wucht in unserer Gesellschaft etabliert hat?

Fast nichts auf der Welt geht mehr ohne Computer. F√§llt der Strom aus, steht die Arbeit still. So gut wie alles ist heute rechnergesteuert, digital vernetzt, kommunizierend, sendend und empfangend. Eine analoge Welt, die zunehmend geheim von bin√§ren Abl√§ufen und Programmen beherrscht wird. Menschen reagieren mittlerweile irritiert, wenn sie „pl√∂tzlich“ ein Computerproblem haben, die Onlinedienste nicht mehr funktionieren, die Server still stehen und so weiter und sofort‚Ķ. Und zumeist steht die Arbeit dann auch still, sofern die Elektronik nicht Notstrom gesichert ist, und die Menschen wissen dann zumeist nicht mehr wie sie „analog“ weiter arbeiten sollen bzw. k√∂nnten, da fast alle beruflichen T√§tigkeiten heute mittels digitaler Unterst√ľtzung erfolgen bzw. Produktionen durch mittelbare digitale Prozesse hergestellt werden.

Die digitale Omnipr√§senz hat uns vereinnahmt und wird sich noch weiter verst√§rken; sp√§testens, wenn etwa Haustechnik nur noch digital, ja sogar disloziert gesteuert werden kann und ab 2018 die ersten „selfdriving vehicles“ auf den Stra√üen Kaliforniens unterwegs sind, wird die Science Fiction von der Realit√§t teilweise eingeholt werden. Allgegenw√§rtige Kommunikationstechnologien sind an sich weder gut noch schlecht. Wir selbst verantworten die Inhalte. Eines jedoch haben wir mit der weltweiten IT-Dominanz mit Sicherheit bewirkt: eine vermehrte Rastlosigkeit unseres Lebensstils und eine Durchmischung von Frei- und Arbeitszeit, die zunehmend sogar B√ľroarbeitspl√§tze unn√∂tig macht, bzw. machen wird. Quelle: 3sat

http://www.youtube.com/watch?v=s__huvotzpU