BP und das Öl im Golf von Mexico

Von 42.000 Gallonen Öl, die jeden Tag aus der Deepwater Horizon in die Golfregion Mexiko ausströmten, zu einem zweites Leck, wo die Schätzungen auf 210.000 Gallonen pro Tag anstiegen, hin zu einem dritten Leck. Nachdem dann ein Rohr in das beschädigte Bohrloch eingeführt wurde, waren es nach BP sogar mehr als 210,000 Gallons. Durch die Untersuchung von Satellitenbildern des Unglücks und der Analyse der Live-Einspielung der undichten Quelle, haben andere Forscher weit drastischere Einschätzungen abgeben. Aus dem Leck sollen zwischen 504.000 und mehr als eine Million Gallonen austreten. Im Moment lauten einige Schätzungen, dass die Lecks über 2,9 Millionen Gallonen Öl am Tag ausspucken.

Ein für Präsident Medwedew ausgearbeiteter und sehr düsterer Bericht des russischen Ministeriums für Umwelt und natürliche Energieressourcen warnte bereits Ende Mai davor, dass das durch BP verursachte Öl- und Gasleck im Golf von Mexiko zur schlimmsten Umweltkatastrophe seit Bestehen der Menschheit avancieren könne und eine ernst zu nehmende Bedrohung für die gesamte Osthälfte des amerikanischen Kontinents darstelle. In Teilen der Region sterben plötzlich erste Landvögel und hunderte AR an Feldfrüchten seien verseucht.

Die zerstörerischen Annahmen der russischen Wissenschaftler basierten auf der Nutzung von Millionen Tonnen an toxischen Chemikalien und Dispersionsmitteln durch BP. Das toxischste Mittel sei unter dem Namen Corexit 9500 bekannt, das direkt in den lecken Bohrlochkopf in einer Meerestiefe von über einer Meile im Golf von Mexiko gepumpt worden sei. Die Chemikalie Corexit 9500 sei ein Lösungsmittel. BP verwendet Gift um das Öl zu bekämpfen. Dieses Gift bringt unvorstellbare Gefahren mit sich. Es kann von flüssig zu gasförmig wechseln. Dann steigt es in Wolken und regnet auf Menschen und Tiere und Pflanzen. Ein Hurrikan kann es über dem gesamten Festland verteilen.

Zusätzlich kommt das ausgetretene Öl dazu, was zum Teil ebenfalls verdunsten kann. Die Information, dass Erdöl nicht verdunsten kann ist eine schamlose Behauptung, Desinformation und Verharmlosung. Gewisse Bestandteile des Erdöl (flüchtige Gase und Benzol) können verdunsten. Wenn Millionen Liter Rohöl pro Tag aus dem Bohrloch strömen, dann verdunstet entsprechend viel in die Atmosphäre und vermischt sich mit dem Wasserdampf, der dann nach der Kondensierung in der kältern Luft als flüssiges Wasser-Benzin-Gemisch oder Regen herunterkommt. Die Konzentration in Atemluft wurde schon um mehr als das Dreifache überschritten, das Dreifache dessen was die zuständige Behörde für einen Arbeiter bei einem 8-Stunden Tag erlaubt.

Jede einzelne dieser Chemikalien für sich ist schon tödlich. Zusammen ergeben sie eine Höllenmixtur.
Angeblich bereitet sich die US-Regierung hinter den Kulissen bereits auf eine Evakuierung von Millionen Südstaatenbürgern vor. Die US-Katastrophenbehörde FEMA plant die Öl-verseuchten Küstengebiete zu evakuieren und Millionen Menschen in die bereits seit langer Zeit vorbereiteten FEMA-Lager zu stecken.

Kuriositätenkabinett:

+++BP war einer der größten finanziellen Sponsoren von Obamas Wahlkampf. BP erhielt erst im letzten Jahr von Obama einen Preis für besondere Sicherheit! Die Sicherheitskontrollen für die Bohrunternehmen wie BP wurden sehr lasch, wenn nicht sogar überhaupt nicht von den US-Behörden durchgeführt.+++

+++BP möchte doch tatsächlich das ausgetretene Öl im Golf von Mexico noch verkaufen. Es soll in Raffenrien landen und der Gewinn soll an den Naturschutz gehen.+++

+++Nun hat ein österreichisches Unternehmen eine lukrative Idee, namens Biosativa. Die Hersteller sprechen davon, dass das Mittel das Öl neutralisieren kann, bzw. chemisch so verändern soll, dass es ungefährlich für die Natur wird. Zudem soll es dermatologisch unbedenklich sei und keinerlei Schaden an der Natur verrichten. Wo kommt dieses Wundermittel auf einmal her?+++

+++Die Rating-Agentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit des Unternehmens von AA+ auf AA ab, wie die Agentur am Donnerstag mitteilte. Zudem setzte sie das Unternehmen zur Beobachtung auf eine Negativliste. Mit der Note AA ist BP trotzdem weiterhin als guter Kreditnehmer bewertet.+++

+++Die renommierte Öldruck-spezialisierte Firma Boots&Coots, die auch zur Bekämpfung von Öl-Lecks eingesetzt wird, wurde kurz vor der Ölkatastrophe an die in Skandale verwickelte Firma Halliburton verkauft, die kurz vor dem Unglück die Bohrinsel sehr hoch versichert haben. Halliburton steht unter Vertrag bei BP (Video)+++

+++Presse und Aktivisten wurden Zugang und Fotoaufnahmen von den verschmutzten Küstenorten verwehrt von BP-Sicherheitskräften und der US-Coastguard.+++

+++3 Wochen vor der Öl-Katastrophe verkaufte die größte Investmentbank Goldman-Sachs, die ihre ehemaligen Mitarbeiter und Lobbyisten überall in der US-Regierung platziert hat und der grösste Geldgeber in Obamas Wahlkampf war und deren CEO Blankfein häufiger Gast im Weißen Haus ist, 44% ihrer Aktien von BP+++

+++BP-Chef Tony Haywards verkaufte seine BP-Aktien wenige Wochen vor dem Unglück+++

+++Vorschläge von engagierten Spezialisten und einfallsreichen Helfern zur Eindämmung der Katastrophe wurden bislang von BP abgelehnt.+++

+++Die Internetwettbörse PaddyPower.com hat daraufhin beschlossen, Profit aus der Katastrophe zu schlagen und man kann sarkastischer Weise darauf wetten, welche Arten denn zuerst aussterben werden. Zur Zeit haben Schildkröten und Vögel die besten Quoten. Auch kann man auf den nächsten CEO von BP Wetten abschließen+++

…kranke Welt – Bilder sagen mehr als tausend Worte:

UPDATE
Nun wird die Berichterstattung von der Katastrophe am Golf von Mexiko verboten und bestraft. Es dürfen keine Aufnahmen von den Ausmaßen der Ölverschmutzung gemacht werden!

Achtung BP Satire

1 Kommentar

  1. es scheint allen Anschein nach so zu scheinen. Seit langer Zeit hört und sieht man nichts mehr vom Golf. Berichten der US-Behörde für Ozeane und Atmosphäre (Noaa) (Quelle Stern.de), zum Trotz, wonach bereits große Mengen an Öl verdunstet, entfernt oder sich aufgelöst haben sollen können nicht belegt werden.

    Da es keine Beweise dafür gibt, kann man nur vermuten, das dieses nicht der Wahrheit entspricht, denn wenn es so wöre, würde man sicherlich auch Reporter in dieses Gebiet lassnen, damit diese über den Erfolg berichten könnten. Da es aber keine Fotos und Filmberichte mehr über die betroffenen Gebiete giebt, muss man annehmen, das es noch nicht vorbei ist, und man verhindern will, das die Öffentlichkeit über das ganze Ausmaß der Schäden an Natur und Umwelt informiert wird.

    Dabei hätte man gleich zu am Anfang der Katastrophe ein solches Außmaß verhindern können, wenn man gleich das Abgeknickte Steigohr abgeschraubt, und einen offenen Schieber aufgesetzt hätte, den dann man später schließt. Solchen Vorschlag schickte ich an BP und an das Weiße Haus in Washington per Einschreiben…

    Aber dann hätte man ja keinen Grund für weitere Tiefseebohrungen (die Angaben von BP zufolge als Entlastungsbohrungen dienen sollten, gehabt…

    Zu Beginn hat BP vielleicht noch gehofft, mit den Einnahmen aus dem Abgepumpten, oder abgeschöpften Öl die Kosten für die Beseitigung der Ölverschmutzung schultern zu können, was aber gründlich schief ging.

    L.B.

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