banken1„Ich glaube, dass Banken gefährlicher für unsere Freiheit sind, als stehende Armeen. Wenn die Bevölkerung es jemals den privaten Banken erlaubt, die Ausgabe ihrer Währung zu kontrollieren, zuerst durch Inflation, dann durch Deflation des Geldes durch Banken und den Banken nahe stehende Unternehmen, werden sie die Menschen aller Immobilien berauben, bis ihre Kinder als Obdachlose auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Vorväter erschlossen und aufgebaut haben. Die abgegeben Macht sollte man den Banken nehmen und zurück in die Hände der Menschen, den rechtmäßigen Besitzern, geben.“ (Thomas Jefferson 1802)

Abraham Lincoln vormulierte es einmal so (aufrgund seiner Antioligarchie wurde er “vielleicht” auch erschossen): “In Friedenszeiten schlägt die Geldmacht Beute aus der Nation und in Zeiten der Feindseligkeit konspiriert sie gegen sie. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie, selbstsüchtiger als eine Bürokratie. Ich sehe in der Zukunft Krisen heraufziehen, die mich verunsichern und mich um die Sicherheit meines Landes bangen lassen.”

Bankenkrise überstanden? Der Präsident und Ökonom von Euro Capital Central Peter Schiff meint: „ Wir sind geradewegs zurück ins Casino. Die Banken gehen ins Risiko, erhöhen den Fremdkapitaleinsatz und verteilen wieder Geld an Leute, die es sich nicht leisten können.“ Wer vor neuen Krisen und Risiken warnt, wird schier ausgelacht.

Nehmen wir uns mal das Paradebeispiel Amerika heraus:

“Wenn man sich ansieht, welche Leute Obama in sein Kabinett berufen hat, findet man nur Wall Street Akteure. Kein Großindustrieller, keinen aus dem Automobil- oder Ölsektor, kein kluger Kopf aus regelnden Institutionen, keiner aus der inneren Sicherheit, keine Kleinunternehmer, keine Menschenrechtler, keine Ruheständler und keine Arbeiter. Nur Wall Street Oligarchen und Finanziers wurden von Obama in sein Kabinett berufen” (Webster Griffin Tarpley; Autor und Journalist)
Die Macht des Wall-Street-Kartells in der US Regierung!? – ein neuer oder ein längst da gewesener kalter Krieg? – Eine Regierung für die Wall Street von der Wall Street!? Obama ein Blender und auch nur Marionette? Fragen über Fragen…

Timothy Geithner, Obamas neuer Finanzminister und ehemaliger Chef der New Yorker Notenbank, ist ein Bekannter und Kumpan aller großen Banken und die Wall Street freute sich bei seinem Amtsantritt. Wollten die beiden nicht Kontrollmechanismen verstärken und die Banken detailgenau überwachen? Das Gegenteil tritt ein, die Banken wirken mit ihren neuen Milliardengewinnen auf Geithner ein, kaufen sich aus den Staatsschulden frei, auch um wieder selbst über ihre Gehälter und Transfers zu entscheiden. „Am 9. Juli durften mehrere Institute das Geld, was sie angeblich niemals wollten, zurückzahlen. Sie waren wieder frei von staatlicher Bevormundung. Die Vorstände hielten sich mit öffentlichen Triumphäußerungen zurück“ (Capital Ausgabe 08/2009) Es wird vom kapern der Regierung durch die Banken geredet, der Mangel an personellen Konsequenzen und den Rückfall in alte Muster.
In der “reinigenden” Krise wurde wieder nur der Bankenmarkt von kleinen Unternehmen befreit, um die großen Banken mächtiger zu machen. Banken wurden und werden durch Banken im großen Stil aufgekauft und Broker Spezialisten mit zum Teil betrügerischen Aktionen abgeworben.

„Kein Unternehmen dürfte so groß sein, dass seine Schieflage die Finanzmärkte bedrohen“ (Ökonom Simon Johnson) (siehe AIG, Lehman Brothers, Goldman Sachs usw.) Es war doch nur eine reinigende Krise, welche die Kleinen ausmerzte und die Großen stärker machte. Ein neuer Nährboden für die Investmentbanken: Verunsicherung der Anleger, Preisschwankungen in allen Marktsektoren – ein Spielplatz für Brokerspezialisten. „Die Notenbank flutet die Märkte mit billigem Geld und fördert nach Kräften die Vergabe von Krediten. Zugleich erklärt das Finanzministerium, dass kein systemrelevantes Institut mehr fallen gelassen wird. Washington schafft Anreize zum Zocken!“ (Ex-Notenbankchef Joseph Mason)

Die versprochenen Regierungsreformen im Finanzsektor sind faktisch tot. Eine Art Betriebsunfall, mit Staatskosten von mehr als eine Billion Dollar, aus dem jetzt das Beste draus gemacht werden soll und mit „Abwarten“ argumentiert wird, ohne noch groß drüber zu sprechen. Eine perverse Ironie, in der die Vergütungen noch weniger leistungsorientiert sind als vorher. Aber die BWL würde sagen: „Das muss ja alles so!“

Schon Woodrow Wilson entschuldigte sich kurz vor seinem Tod für die Unterzeichnung des Federal Reserve Gesetz von 1913, welches der Zentralbank uneingeschränkte Macht über das Finanzsystem gab. Ein Gesetz was unrechtmäßig verabschiedet wurde und seitdem unter anderem Amerikaner eine Einkommensteuer zahlen, die sie gar nicht zahlen müssten. Auch Kennedy erzürnte diese gesamte elitäre Wirtschaftsregie, wollte die FED entmachten, für Bürgerrechte eintreten, Truppen abziehen und musste auch deshalb „vielleicht“ durch die Oligarchen sterben. Einer der letzten “wahren” Präsidenten von Amerika, denn alles danach, schien wieder nur nach Marionettenamt.

Wir leben in demokratischen Systemen? In Amerika haben 98% der Menschen in repräsentativen Umfragen gegen die Bankenrettung gestimmt und in Deutschland hat man ebenso wenig die „Macht des Volkes“ befragt, für wie sinnvoll diese Rettungspakete gehalten werden. In meinen Augen nur eine Diktatur – die Diktatur der Banken und der Wirtschaft.

Nearly all men can stand adversity, but if you want to test a man`s character, give him power? (Abraham Lincoln)

Links – Nachtrag 19. August 2009
Federal Reserve außer Kontrolle
Eine halbe Billion vergeben, aber für wen?
Europäische Zentralbank flutet Geldmarkt
Erst Geld, dann Hohn
1/5 Staatshilfen für Bonuszahlungen verwendet