Griechenland ein Finanztestgelände? Staatsverschuldung - ein Teufelskreis! Februar 23rd, 2010 | Allgemein, Politik, Wirtschaft | 2 Comments »

griechenland2Die Zeitungen und Medien sind voll vom Finanzopfer Griechenland. Sie gerieten schon immer aufgrund von Korruption und seit Neusten durch Datenmanipulationen ins Visier der Medien. (Sie sollen sich auch nur deshalb in die EU geschmuggelt haben) Nun soll Griechenland der Staatsbankrott drohen. Sind Sie neben Island und Irland die Ersten, die für den nachgeeiferten westlichen Lebenstandard auf Pump die Rechnung zahlen müssen?

Einige meinen ja es steckt wiedermal ein Plan dahinter, den überschätzten Euro zu schwächen, um die Wirtschaft und den Absatz wieder in Gang zu bekommen. Andererseits liest man auch, dass Griechenland als Versuchskaninchen für eine totale Finanzkontrolle von Bürgern herhalten muss. Nun reichen wohl die Laborhasen nicht mehr aus und es muss unter realen Umständen getestet werden. Meines Erachtens sind es die Auswüchse der Finanzkrise und der Spekulationen von Bankenkartellen.

Kommen wir zu den Fakten:
Wenn man von Staatsverschuldung spricht und verschiedene Länder vergleicht, muss man berücksichtigen, dass es zum Einen unterschiedlich große Volkswirtschaften in der EU sind und zum Anderen die Gesamtverschuldung nicht in absoluten Geldbeträgen, sondern in Beziehung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) gesetzt werden muss. Nach den Maastricht-Vertrag für die EURO-Währungsunion darf die Gesamtverschuldung nicht über 60% des BIP steigen. Anfang 2009 sah das so aus:

Die Top 6 der Staatsverschuldung: Platz 1: Italien mit 105,8%, Platz 2: Griechenland 97,6%, Platz 3: Belgien 89,6% Platz 4: Frankreich 68%, Platz 5:Portugal 66,4%, Platz 6: Deutschland 65,9%

Hätte einer gedacht Frankreich und Deutschland unter den Top 6 zu finden? Auch Belgien, der Sitz unserer EU Regierung, auf Platz 3 - ihr Schelme. Tja, weil alle größeren europäischen Länder viel zu hohe Schulden haben! Auch witzig ist, dass Belgien, Griechenland und Italien an der Währungsunion teilnehmen, obwohl Sie die Maastricht-Grenze von 60% Staatsverschuldung von Anfang an dramatisch überschritten hatten.

Nun muss noch geklärt werden, wer dem Staat eigentlich Geld leiht. Weiß eigentlich jemand wo unser Land Schulden macht?

Das Statistische Bundesamt zeigt grafisch wundervoll auf, wie groß die Arbeitslosigkeit ist, wie sich die Agrarwirtschaft entwickelt hat und wie sich der Bildungsdefizit bei deutschen Schülern verbreitet. Aber wer dem Staat 1.600 Mrd. EUR geliehen hat, ist nicht bekannt. Komisch! Schmeichelnd werden sie “Gläubiger” genannt und Staatsanleihen tauchen nur in z.B. Unternehmensbilanzen auf. Ganz wage ist bekannt, dass insbesondere die Banken die Staatsverschuldung finanzieren. Daneben werden Lebensversicherungen (die die Beiträge der Versicherungsnehmer in Staatsanleihen anlegen), Privatleute und Firmen aufgeführt. Sie kaufen vom Staat ausgegebene Bundesschatzbriefe, kommunale Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere.

Diese Papiere werden dann auf dem Rentenmarkt gehandelt, hier handeln Gläubiger mit anderen Gläubiger und dort nimmt der Staat dann auch neue Kredite auf. Aufgrund der täglich notwendigen Umschuldung ist auch deshalbt dieser Markt für den Staat unabdingbar, da dort der Zins festgesetzt wird, zu dem der Staat neue Anleihen verkauft. Falls ein Gläubiger auf die Idee kommen sollte, dass er sein Geld pünktlich haben möchte, werden auch keine neue Anleihen gezeichnet - ergo geht dem Staat binnen Wochen das Geld aus. Gehälter im öffentlichen Dienst, Renten, Sozialhilfe etc. könnten nicht mehr vollständig und pünktlich bezahlt werden - utopisch oder?!
Falls nur ein Teil der Gläubiger das Vertrauen verliert, würden die übrigen “Investoren” Anleihen nur zu einem höheren Zinssatz einkaufen - schon schnappt die Zinsfalle zu und der Staat zahlt schnell mal ein paar Miliarden Euro jährlich mehr.

Dann bleibt dem Staat die Möglichkeit an der Steuerschraube zu drehen, um Haushaltsdefizite deutlich zu verringern und somit zu Lasten des Steuerzahlers. Ein weiteres Mittel um die Schuldenlast zu verringern, ist ein Abwerten der Landeswährung denkbar, was in der EU nicht denkbar wäre, da wir die Kontrolle über unsere Währung der Europäischen Zentralbank ausgehändigt haben. Sollten von dieser Zentrale umfangreiche Sanierungsreformen beschlossen und durchgesetzt werden, kommen Sie zwar den schwachen EU-Ländern zu Gute, schwächen aber wiederum die wirtschaftlich starken Länder - ein schöner Teufelskreis. Zsolt Darvas (EU Forscher bei Bruegel) erklärt: “Griechenland steht zur Zeit schlecht da, Finnland dagegen exzellent. Die Geldpolitik die Griechenland nützt, ist darum nicht automatisch für Finnland die richtige.” Das wäre erklärt - zurück zu Griechenland.

Ich habe in einer bekannten Zeitung einen schönen Artikel “Die 10 Mythen über Griechenland” gelesen. Dort behauptet ein in Havard studierter Charles Wyplosz, ein Professor des Graduate Institutes in Genf, den auch die Währungspolitiker in Brüssel gern mal aufsuchen um sich einen Rat zu holen, Fakten zu wissen. Ich möchte kurz 3 Sachen aufführen, um sich in eine solche Denkweise hineinzuversetzen:
Mythos: Griechenland ist bankrott. Fakt: Diese Krise begann als Panikreaktion, weil es die Angst gab, der Schuldendienst werde eingestellt. Die Martkreaktion ist defensiv und offensiv zugleich.

Mythos: Griechenland ist besonders verwundbar, da Schulden vom Ausland gehalten werden. Fakt: Die Währungsunion ist eine Vereinbarung die Geldpolitik der nationalen Souveränität zu entziehen. In keinster Weise “beweist” diese Krise, dass Europa gescheitert ist. Das griechische Schuldenproblem ist ein griechisches Problem.

Mythos: Eine Euro-Krise, die im Verfall der Währungsunion enden kann. Fakt: Eine griechische Zahlungsunfähigkeit wäre für sich genommen ein Nichtereignis. Griechenland ist ein relativ kleines Land (3% BIP der Eurozone). Auch wenn Portugal sich ansteckt, wär das ein Nichtereignis. In Fällen wie Spanien und Italien sehe das anders aus. (aus Capital 03/2010)

Aus kapitalistischer Sicht hat der Mann völlig Recht, aber denkt der auch an die Menschen die dort leben? Nichtereignis??? Nationale Souveränität entziehen - Panik, dass die Gläubiger keine Anleihen mehr kaufen und der Stadt unzahlungsfähig wird?! Natürlich kratzt die Wirtschaft Griechenlands nicht mal am kleinen Zeh der EU, aber da leben Menschen wie du und ich, die ein freies Leben verdient haben!
Wenn Griechenland schon nichts mehr zur Wirtschaft beiträgt, werden sie halt ein Experiment - Affen, Ratten und Mäuse isst ja auch keiner.

Griechenlands Staatsapparat besitzt laut OECD mehr als eine Million Staatsdiener, sprich jeder 4te griechischer Arbeiter ist Angestellter des Staates. Wie auch die rund 10 Milliarden Euro verschuldete staatliche Eisenbahn Griechenlands, liefern die weit mehr als 100 staatlichen Unternehmen nur ein rotes Minus. Hinzu kommt ein Steuersystem so löchrig wie ein Schweizer Käse, so dass viele Griechen gar keine Steuern zahlen. Eine neue Steuerreform soll Abhilfe schaffen und alle politischen Finanzentscheidungen müssen im Internet veröffentlicht werden. Griechenlands Finanzminister George Papaconstantinou meint zudem, dass gerade Hedgefonds die Zinsen hochschnellen lassen. Bankenspielchen sollen gegen den Euro wetten und auch besonders gegen Griechenland. Ist Griechenland ein Spielball der Banken und Gläubiger?

Hierzu bin ich auf einen interessanten Artikel beim Kopp-Verlag gestoßen: “EU bereitet totale Finanzkontrolle ihrer Bürger vor”. Ab dem 1.1.2011 treten einige Gesetze in Griechenland in Kraft, die bald auch für die gesamte EU gelten könnten. Eins davon lässt nicht mehr zu Beträge über 1500 Euro “bar” zu bezahlen. Auch eine Luxussteuer auf Gold und Edelmetalle wird erhoben werden. Alles längst beschlossen.

“In einem ersten Schritt macht die Brüsseler EU-Regierung Griechenland vom 1. Januar 2011 an zum Testgebiet für die totale Kontrolle über die Finanzen ihrer Bürger: In Griechenland wird die Zahlung mit Bargeld dann weitgehend verboten.” (Link zum Artikel)
Diese Gesetze sollen dann auch bald in Spanien, Portugal und in den Niederlanden eingeführt werden. Alles ist nur noch per Bankeinzug oder Kreditkarten möglich - nur noch digitale Wege, die allein die Bankiers kennen. Keine Verschwörung - alles beschlossen! Quizfrage: Wer steht wohl dahinter..nanana? Goldmann Sachs rät schon seinen Managern nicht mehr ohne Waffe das Haus zu verlassen - es könnten einige wütende Bürger auf Sie warten :)


Links:
Nation unter Angriff - Blacksnacks von Steven Black
Manager Magazin zur Krise Griechenlands
Kurze Reportage über die Streiks in Griechenland - faz.de
EU Sondergipfel Griechenland - ZDF
“Die Hans im Glück Theorie” - Optimismus&Pessimismus in der Krise - Dr. Berninger
Update 5.3.2010
Griechenland - Point of no return - Kopp Verlag

Ist der/die Euro schuld? - “Die teuropäische Union” Januar 5th, 2010 | Allgemein, Politik, Wirtschaft | No Comments »

euGemeinsam erwirtschaften die Mitgliedstaaten im Europäischen Binnenmarkt das größte Bruttoinlandsprodukt der Welt. Der Euro ist im Welthandel so stark wie nie zuvor. Im Vergleich zu den wichtigsten Währungen der Welt und vor allem in den Absatzmärkten deutscher Exportgüter, ist er enorm gestiegen. Hurra!

Ergo werden die Artikel in den Bereichen Elektronik, Maschienenbau usw. konkurenzunfähig zu Herstellern aus Asien. Als Beispiel exportierten die Koreaner 50% mehr im Sommer, als zu Anfang des Jahres 2009. Wird der Markt nun vollkommen mit asiatischen Imitaten ohne Lebenszeit, billig, mitunter mit Tiefstlöhnen und von Kinderhänden produziert, überflutet? Zieht das für uns ein Lohndefizit ab 2010 nach sich?

Aber was erzähle ich…, unsere Großkonzerne produzieren ja auch in Billigländern und kriegen von Kinderarbeit und unmenschlichen Verhältnissen, wie die bei dem amerikanischen Vorzeigemodell Wal-Mart, nichts mit. Um konkurenzfähig und günstig zu bleiben, muss man sich nunmal auf die Billigmärkte konzentrieren. Aber dadurch, dass die besipielsweise koreanische Währung gegenüber dem Euro stark abgewertet wurde, vertreiben sich demnach asiatische Produkte umso besser.

Ups - auf einmal sinkt der Euro wieder. Weil wir Wohlstandsländer anscheinend zu viel Wohlstand auf Pump feiern. Jetz wirds aber relativ kritisch, wenn das Unwort Staatsbankrott aufkommt. Birgt sich da die neue Krise?

1951 und 1957 gründeten sich die Europäischen Gemeinschaften (EGKS, EWG und Euratom) mit den Mitgliedstaaten Belgien, West-Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Mit der Wiedervereinigung 1990 ist Ostdeutschland automatisch in die Europäische Union beigetreten. Früher wurde diese Union als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ins Leben berufen, also nichts weiter als eine Handelszone und weniger eine Erweiterung der Demokratie , Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts (laut Definition).

Hat sich mal jemand gefragt, was diese EU und die Währung “Euro” uns eigentlich beschehrt haben? Im Jahr 2002 wurde der „Teuro“ zum Wort des Jahres gewählt. Ich könnte jetz alles aufzählen, aber der Leser wird sich beim überdenken des vorherigen Satzes klar werden, dass im Grunde nichts, wie versprochen, sich als besser und stabiler herausgestellt hat. Wenigstens haben wir eine schöne Hymne ;) .

Im Gegenteil, alles hat sich verteuert, die Arbeitslöhne haben sich nachweislich seit der Einführung des Euros verschlechtert und die Bürokratie ist unanmesslich gestiegen. Aber Hey - wir können grenzenlos reisen, müssen uns aber jetz bis auf die Haut ausziehen.

Eine Preisteigerung von 308% und das gerade bei Grundnahrungsmitteln - der Einkauf von Brot, Margarine, Nudeln, Käse, Joghurt, Schokolade und einem Körbchen Erdbeeren kostet den Verbraucher 10,50 Euro - vier Euro mehr als noch vor zehn Jahren. Die Kosten für Heizung und Strom, die ebenso steigen, kommen noch obendrauf. Der OECD rechnet sogar mit weiteren Lohnrückgang.

Wir werden von einer europäischen Union regiert, deren Gesichter kaum einer kennt. Sie werden auch verlangen, dass Deutschland aus den tollen großen Schuldenberg wieder rauskommen soll, den sie sich geschaffen haben, bzw. den EU Ländern, den der Staatsbankrott droht, zu helfen und mit Geldern zu unterstützen. Unsere Regierung verspricht uns, jedenfalls in den Wahlkampagnen, sogar Steuerentlastungen und wirft mit Geld um sich, auch wollten Sie aufeinmal 13 Milliarden für das Bildungssystem locker machen. Zum Glück lässt das auf sich warten und Universitäten zeigen größe Finanzierungslöcher auf. Aber wozu Bildung? - Wir brauchen Wachstum! - Schuldenwachstum?! Wie schon Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache verlauten lies:”…schwere Zeiten…”

Wo soll denn das Geld aufeinmal herkommen? Ganz einfach - Vorbild USA - Deutschland macht Schulden solange sie noch können. Ab 2011 wird von der EU ein Riegel zum Schuldenabbau vorgeschoben und was kommt dann?
Länder wie Irland, Griechenland, Rumänien, Lettland, Litauen etc. wird keine Anleihe aufgrund ihrer Wirtschaftsleistung gewährt und die sollten dann solidarisch von den Wirtschaftsmächten gestützt werden. Freuen werden sich nur die Einen - Banken und Gläubiger. Werden wir “endlich” den Preis für unseren eklatanten Konsumrausch und “scheinbaren” Wohlstand zahlen, oder eher den unmmenschlich ausgeklügelten Finanzsystem zum Opfer fallen? Die Schuld wird dann immer ein tiefes Magengrummeln im Bauch von Ländern sein, die sich ihren Gläubigern dann magenschmerzend beugen müssen. Schuld = Angst = Kontrolle oder anders: These + Antithese = Synthese.

“Man teile die Welt - als Zwischenstufe auf dem Weg zur Weltherrschaft - in regionale Gruppen auf. Die Bevölkerung wird ihre nationale Loyalität bereitwillig aufgeben, um einer ominösen regional begrenzten Gruppe die Treue zu schwören, als sie es für eine Weltbehörde tun würde. Später kann man die regionalen Gruppen immer noch zu einer einzigen Weltdiktatur zusammenfassen.” (aus “Marxism and the national question”; Joseph Stalin 1942) - Selbst die Propagandamschine “Die Zeit” fordert eine Weltdiktatur und die Politiker sollten sich gefälligst sputen - „Die Illusion von der einen Welt“

Die europäischen Völker wurden zu den Glauben verführt, sofern sie nicht beitreten, werden für Sie enrome Nachteile und Katastrophen entstehen, sie sogar als “Antidemokratisch” zu bezeichnen. Nun radierte man das Wort “Wirtschaft” aus dem Namen und erhielt die “Europäische Gemeinschaft” und später dann “Europäische Union”. Und das Ergebnis war eine Demokratisierung? Eher eine Zentralisierung von politscher und finanzieller Macht innerhalb der Gesellschaft (hindurch kein einzelner Bürger blicken vermag und niemand weiß wer, was, wo lenkt) Wir haben das nationale Entscheidungsrecht eingebüßt! Zudem unterliegen wir nun, ganz dem Vorbild der USA, einer Europäischen Zentralbank mit einer eigens kontrollierten Einheitswährung.

Würde das System nun noch ausgweitet in einer regional abgeglichenen und einheitlichen Verwaltungs-, Arbeits-, Transport- und Wirtschaftspolitik, haben wir exakt den Plan, welchen Hitler und die Nazis für Europa umsetzen wollten. Gewollt oder Zufall? Es scheint fast, dass der Urvater der EU den Namen gleich mitkopiert hätte, denn auch Hitler nannte seinen Plan die “Europäische Wirtschaftsgemeinschaft”. Lustigerweise hatten beide auch die gleichen Sponsoren und Geldgeber.

Was machen Länder, wie die Schweiz oder England anders. Sie halten sich aus obrigen Kontrollstrukturen raus! Wissen die, was wir vielleicht nicht wissen? Zum Glück haben wir nun die perfekte Regierung um den Machthabern in die Hände zu spielen. Jeder sollte sich mal fragen, was Deutschland nach EU Beitritt für Vorteile und Verbesserungen erfahren durfte!? Jetzt haben wir endlich eine neue EU Richtlinie - Welch wonnevolle Sachen mögen nun 2010 auf uns warten…? Ein Sondergipfel ist geplant :)

Nachtrag 6.Januar.2010
Wieviel Zeit bleibt uns noch? - Womblog.de
Ist der Euro schuld? - Cafebabel.de

EU warnt vor Zusammenbruch des Euro - Alles Schall und Rauch