Dieser Kurzfilm ist eine Art Zusammenfassung und Eigeninterpretation der Doku “Freiheit der Wahl”. Unter www.Filmriss.tk könnt ihr den Streifen im Originalbild einsehen.
Bitte verbreitet dieses Video und die Website, um so viele Menschen wie möglich zum Nachdenken zu bewegen - es geht uns alle an! Vielen Dank und Respekt gilt Thorben König für seine Arbeit!
Heinz Buddemeier (Medienwissenschaftler) beschreibt in seinem Buch “Illusion und Manipulation - die Wirkung von Film und Fernsehen auf Individuum und Gesellschaft” eine höchst interessante Theorie. Grundlegend ist zu sagen, dass die filmerischen Bilder sich aus der Bewegung der abbildenener Bilder, die Bewegung schaffende Bilder und die erzählende Bilder zusammensetzen. Dies trägt dazu bei, dass die Eigenaktivität des Zuschauers größtenteils verdrängt wird.
Die Bewegung der abbildenen Bildern erschafft psychologischen Zwang, die Bewegung schaffende Bilder spiegelt die Aktivität des Kameramanns wieder und die erzählenden Bilder greifen auf geistig- seelische Mechanismen des Menschen ein. Die so geschaffene Passivität des Zuschauers ruft ein Bewusstseinszustand hervor, der so im alltäglichen Lebens eines Menschen überhaupt nicht vorkommt.
Schließen Sie jetzt mal die Augen und stellen sich vor Sie laufen über einen großen Platz, mit vielen Menschen und vielen schönen Gebäuden. Man bemerkt, dass sich die Augen, gemäß der Vorstellung des über den Platz schlenderns, mitbewegen. Dies ist auch beim Schlafen beobachtbar, da in einem Traum der Augenmuskel niemals stillsteht. Beim Betrachten von Filmen und noch intensiver beim Fernsehen, wo der Bildschirm sehr klein ist, sind die Augen vorzugsmäßig in einer Ruhestellung. In Augenkliniken wurden früher, nach Operationen, den Patienten die Augen verbunden, da der Arzt möchte, dass die Augenmuskeln nicht bewegt werden. Aufgrund dieser Tätigkeit der Augenmuskeln beim Träumen und dem Fantasieren, lässt man Operierte heutzutage vorzugsweise fernsehen.
Charakteristisch für die Beeinflussung der menschlichen Denkweise durch Film und Fernsehen ist die Zurückweisung von Verstehungsbemühungen, in ein sich auf dem Bildstrom Treiben-Lassens und die Auflösung des Gezeigten durch sich selbst. Diese Entfaltung ist hauptsächlich durch das schnelle und durch nichts zu beeinflussende Tempo der Bilderflut begründet.
Die Faszination für Kino und Fernsehen liegt in den intensiven Gefühlserlebnissen. Durch den erzeugten Schein der Wirklichkeit kann sich der Zuschauer miterlebend hineinversetzen oder auch Assoziaten aus seinen eigenen Leben auf den Film projezieren. Das momentane Fühlen drückt sich dann aber aufgrund der raschen Einstellungswechsel und der Inszenierung des Bildes eher mechanisch und oberflächlich aus. Man genießt die Gefühle die einen induziert werden, gleichwohl intensiv und manchmal schon sehr heftig, was aufgrund der schon fast perfekten Inszenierung der Wirklichkeit vorgetäuscht wird. Im realen Leben ist es so, dass wir uns einerseits mehr gefühlshaft unseren Erlebnissen hingeben, anderseits auch wieder mehr in Gedanken leben und diese mit Emotionen verbinden. Diese Wechselwirkung schafft, anders wie im Film, in Hinblick auf das Fühlen eher eine Distanz und Beruhigung. Indem der Film keine Zeit zur Besinnung lässt und
Willen und Denken schwächt, kann er den Betrachter auf einer gewaltigen Gefühlsorgie mitreißen, ohne mit Hilfe des Denkens für Augenblicke immer wieder daraus zu befreien.
So kann man beobachten, dass manche Leute sich nach dem Ansehen eines Kriminalfilms ins Bett verkriechen, nachdem Sie Fenster und Türen verschlossen, die Alarmanlage scharf gemacht und in alle Ecken des Hauses nachgesehen haben. Die Kunsttheorie spricht von ästhetischer Distanz - die bei aller Intensivität der Zuwendung nötig ist, wenn der Beobachter gegenüber dem Dargebotenen seine
Freiheit bewahren soll. Der Film ist aber in der Lage diese ästhetische Distanz zu zerstören.
Im Film wird häufig versucht zwischenmenschliche Beziehungen zum Protagonisten aufzubauen. Auch diese Emfpindung können einzigartige Dimensionen annehmen, die man vorher noch nie empfunden hat. Vergleicht man ein Theaterstück mit einen Film, hängen diese Fähigkeiten den Zuschauer auf zwischenmenschlicher Ebene zu erreichen, von der Leistung der Schauspieler ab. Kulissen, Kostüme, Beleuchtung etc.
haben zwar auch Bedeutung, entscheidend ist aber die seelische Gestimmtheit, die der Schauspieler zum Ausdruck bringt. Es ist das reale Emfpinden der eigenen Kamera, des menschlichen Auges, und das seelisch Immaterielle zwischen Bühne und Zuschauer, was hin und her geht. Die Kamera hingegen, kann von diesen komplexen Zusammenhängen nur die optisch-materielle Seite aufnehmen. Ein Film kann somit nur Gefühle auslösen - blos womit? Diese, durch den Film ausgelösten Gefühle, können nur mit Hervorrufen von Erinnerungen erreicht werden.
Beispielsweise erzählt der Film einen Augenblick aus dem Leben zweier Menschen. Der Betrachter wird diese Handlung zunächst verstehen. Wie und in welchen Ausmaß die dargestellte Szene gefühlshaft miterlebt und erfahren wird, hängt davon ab, welche Erinnerungen sie hervorruft und persönlich Erlebtes damit assoziiert wird. Der Betrachter wird mit äußeren Tatsachen konfrontiert, welche auch Gedanken übermitteln - bei den Gefühlen, kann der Film jedoch nur das, was beim Betrachter im Erfahrungsschatz enthalten ist, hervorlocken und aufwühlen, sogar Perspektiven ändern. Die Gefühle können bei aller Intensivität moralisch entkräftet oder verstärkt werden. Die Seele wird zum Schauplatz, auf dem sich Alles und Nichts abspielen kann, sofern es nur intensiv genug ist, um Ablenkung und Genuss zu bereiten.
Wenn der Film, unter weitgehender Abschaltung von Wille und Denken, ein intensives und unverbindliches Fühlen hervorruft, kann man von einer Art Trance sprechen. Sonst nur ein Privileg der Hypnotiseure, andere Menschen in den Zustand der Trance zu versetzen, geschiet dies heute öfter als man vermutet. Die Meinung, dass Trance ein abnormer Bewusstseinszustand ist, der nur durch einen massiven Eingriff erreicht werden kann, ist falsch. Milton H. Erickson, der durch die therapeutische Anwendung der Trance berühmt geworden ist, beschreibt Trance folgendermaßen:
“Aber Sie (die Menschen) sind angenehm überrascht, wenn sie sich entspannen und entdecken, dass Assoziationen , Empfindungen, Wahrnehmungen, Bewegungen und psychische Mechanismen, ganz von selbst vor sich gehen können. Dieser autonome Fluss des nichtgelenkten Erlebens ist eine einfache Weise, Trance zu definieren. Hypnotische Suggestion kommt ins Spiel, wenn die Direktion des Therapeuten einen bedeutenen Einfluss haben bei der Förderung des Ausdrucks dieses autonomen Flusses in die eine oder andere Richtung.”
Trance und hypnotische Suggestion sind therapeutische Mittel um die posthypnotischen Suggestion zu erreichen. Jemand der unter Verfolgungswahn leidet, wird in der Hypnose suggeriert, er würde nur noch auf wohlgesonnene Menschen treffen. Diese Suggestion bleibt auch nach der Hypnose erhalten und ist über den Zustand der Trance hinaus wirksam. J.H. Schulz, Begründer des autogenen Trainings, schreibt in seinem Buch “Hyonose-Technik”:
“In Bezug auf die posthypnotische Suggestion: Trotz der Unkenntnis der Versuchsperson setzen sich die in der Hypnose aktuellen Vorstellungen im Wachzustand durch, ja vielfach mit dem Gefühl des subjektiven Zwanges. Die Versuchsperson selbst pflegt dann die Ausführung der aufgetragenen Handlungen anders zu motivieren, da ihr die Kenntnis des Auftrages fehlt. Damit ist der Beginn einer Dissoziation der Psyche gegeben, in dem Sinne, dass bestimmte Vorstellungsgruppen sich ohne Kenntnis des Individuums selbst halten und durchsetzen. (neuestens über 5 Jahre hinweg)”
Die posthypnotische Suggestion setzt sich an die Stelle des Ichs und die von ihm ausgehenden Aktivitäten. Sie wirkt zwanghaft von außen und macht den Menschen unfrei. Man könnte kritisieren, audiovisuelle Medien enthielten keinerlei Suggestionen. Das ist jedoch ein Irrtum!
Jede Handlung enthält bewegende Momente, Wertevorstellungen und Wünsche. Jede Handlung zeigt Menschen, die einen bestimmten Lebenstil pflegen und in bestimmter Weise miteinander umgehen. Werden diese Dinge nun so gezeigt, dass sie dem Betrachter vorbildlich und erstrebenswert erscheinen, identifiziert er sich mit den handelnen Personen, dann wirken die von ihnen dargelegten Werte posthypnotisch auf den Betrachter ein. Audiovisuelle Medien können somit tief in die Moral und Psyche des Menschen eingreifen. Besonderes Augenmerk sollte hierbei auf das Kindesalter, der Persönlichkeitsfindung, liegen, denn hier scheint es am intensivsten. In Werbespots, politschen Sendungen und Nachrichten werden diese Mittel gezielt eingesetzt und nicht nur dort wirken genau diese Mechanismen. Während eines Films kann der menschliche Wille nicht eingreifen, das Denken wird mechanisch gedeutet und das Fühlen intensiviert und hin- und her-gerissen. Genau dieser Zustand wird durch einer stark reduzierten inneren Aktivität gleichzeitig als befriedigend empfunden.
Dieses Problem kristalisiert sich deutlich heraus, dass Film und Fernsehen nicht einem harmlosen Unterhaltungsbedürfnis dienen, sondern mitunter gezielt dazu benutzt werden, um unbewältigte Probleme zu entfliehen. Anstatt Angst und Resignation zu entfliehen, bietet Film und Fernsehen einen anderen Ausweg. Belastende Gefühle zu verdrängen und zu vergessen.
Beispielsweise wird man die eigene Angst am schnellsten los, wenn man sie durch eine künstliche erzeugte Angst überdeckt, die noch heftiger ist als die eigene, die einen selbst aber nicht betrifft und man sie daher sogar genießen kann. Deshalb ist auch verständlich, warum Kriminal- und Horrorfilme einen großen Anklang finden. Auch die Flucht aus der Angst vor der Realität, wird gern mit Fantasy-, Sciencefiction-, oder Trickfilmen bedient. Resultierend ist zu sagen, dass der Film die Probleme, indem er von ihnen ablenkt, zugleich verstärkt, da die anstrengungsfreie Fluchtmöglichkeit, die er bietet, die Menschen davon abbringt, die Schwierigkeiten, an denen sie leiden, anzupacken und sie unwillig zu machen scheint.
Lassen Sie sich ruhig weiter berieseln und schalten Sie ab, auch wenn Ihr Gehirn unterbewusst nicht abschalten kann.
Die Studie der Otto Brenner Stiftung von 2010, durchgeführt von Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz mit dem Namen: “Wirtschaftsjournalismus in der Krise” beschreibt den massenmedialen Umgang mit der Finanzmarktpolitik. Sie kommen zu dem Ergebniss, dass unsere Medien bei der Berichterstattung, zum Beispiel über die Weltwirtschaftskrise II, hochgradig versagen. Besonders stark fällt die Unfähigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien und hier besonders Tagesschau und Tagesthemen auf. “Sie bleiben journalistisch sensationell schlecht.” [Studie Seite 8, Absatz 2] Was sich als “Unfähigkeit” darstellt ist vielleicht Absicht?!
2004 schrieb Univ.-Prof. Hans-Herbert von Arnim in seinen Buch “Das System” : “Wer glaubt in irgendeiner Weise auf irgendeinem Gebiet – ausser, vielleicht, Sportergebnisse – wirklich informiert zu werden von öffentlich-rechtlichen Medien, der irrt. Diese Medien sind nichts anderes als Lautsprecher des Politkartells. Wer es nicht glauben will der möge sich die kürzlichen Querelen beim ZDF um einen hohen Posten ansehen.”
Die Studie legt aber nicht nur das in vielen Fällen eklatante journalistische Versagen offen, sondern begeht Wege, dass die Informationen zu dürftig sind, keine Quellen angegeben und dadurch die Orientierungen der Rezipienten in die Irre geführt werden. Der Stellenwert der Wirtschaft in unserer Gesellschaft ist heute so bedeutend, dass das Geld für die Wirtschaft ihr Lebenselexier darstellt, der Kredit für das Geld ihr Nervenzentrum - dem zu Folge kann man für den Wirtschaftsjournalismus die Pflicht ableiten, da die Finanz- und Bankenbranche, Gesellschaft und Wirtschaft mit Kredit und Geld ein quasi-öffentliches Gut zur Verfügung stellt, muss diese Branche unter besonders aufmerksamer Beobachtung gestellt werden und dementsprechend die Berichterstattung sein.
Finanzexperten und selbst Blogger erkannten früh die drohenden Krisen, doch der tagesaktuelle deutsche Wirtschaftsjournalismus hat als Beobachter, Berichterstatter und Kommentator des Finanzmarktes und der Finanzmarktpolitik bis zum offenen Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise einfach nur schlecht gearbeitet. Will man Massenpanik verhindern? Im Mittelpunkt der Studie stand die Untersuchung der Qualitätsmedien und sie beweist bzw. weckt böse Ahnungen, wie die übrige aktuell arbeitende Medienlandschaft im Sachgebiet Finanzmarktpolitik aussieht.
Ist Ihnen schon aufgefallen, dass unsere sogenannten Qualitätsmedien im Flimmerkasten praktisch keine Verweise zu den Quellen setzen? Es heißt meistens nur Quelle DPA. Diese Meldungen der DPA werden von regionalen und lokalen Medien häufig unbearbeitet abgedruckt, denn es sei “davon auszugehen, dass das ,normale’ Publikum die Informationen nicht versteht und kaum einordnen kann…Der aktuelle Wirtschaftsjournalismus sei insgesamt kein “kritischer Träger der Aufklärung”, sondern eher “Diener des Mainstreams”, urteilt die Studie.
Sie schreiben von Agenturen ab, die ihrerseits oft nichts taugen. Die DPA nimmt auch nur Meldungen aus dem Internet und anderen Berichterstattern und nennen aber in der Regel keinerlei Direktlink. Das ist eine Frechheit dem Leser gegenüber - es muss nachvollziehbar sein - aber dafür stehen Sie ja mit ihren Namen.
Es hagelte darauf natürlich schon Kritik an der Studie seitens der DPA. (Link Mediaa.de). Man wirft der Studie vor, sie sei zu oberflächlich, meint die Chefredaktion der DPA. Der Autor Storz kontert: “Wir haben allerdings nie behauptet, dass eine Vollerhebung durchgeführt wurde. Unsere Studie beinhaltet qualitative Probebohrungen. Dies geht eindeutig aus der Studie hervor. Diese sei stichhaltig und wissenschaftlich korrekt. Vor dem Hintergrund dieses Wissens “muss jeder Leser für sich selber entscheiden, welche Bedeutung er diesen Ergebnissen beimisst”, erklärt Storz.” (weiter Informationen zu dieser Diskussion Carta.info)
Die offizielle Presseerklärung der DPA beinhaltet auch folgendes: “Wir hätten an den falschen Stellen und zu den falschen Zeiten gesucht. Die Auswahl eines Untersuchungsfeldes und die Kriterien dieser Auswahl sind immer diskussionswürdig. Auch unsere Auswahl ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber alles andere als „beliebig“. Armutszeugnis? Die DPA versorgt ein Millionenen-Publikum mit qualitätsvoller Information und Orientierung. Schnell, Korrekt und Verständlich - jederzeit - das sind Anforderungen, die nur erfüllt werden können, wenn die entsprechenden Produktionsbedingungen der Journalisten gewährleistet sind. Nun wird eine riesige Debatte angestoßen. Seitens der ARD Redaktion kam bis dato noch keine Stellungnahme zu diesen doch sehr brisanten Vorwürfen.
Die Ideologie: “Gaukle ihnen vor sie dürften und könnten sich “informieren”. Halte alle Infoquellen besetzt von Deinen Leuten. Lasse deinen Leuten die strenge Auswahl treffen, was sie berichten und was nicht. Alles, was den Interessen Deiner Sklaven dienen könnte und Hintergründe öffnen liese, fällt in der “freien Berichterstattung” unter den Tisch. Erkläre an prominenter Stelle: “Eine Zensur gibt es nicht”. Erkläre es so oft wie möglich, denn sie müssen dir vertrauen. Lenke ab mit Spielen und schwachsinnigen Unterhaltungsshows. Mache es wie die dekadenten alten Römer: Panem et Circenses - “Brot und Spiele”. Schreibe ausführlich über Nichtigkeiten – Fußball, Olympaklimbim, das Im-Kreis-Fahren-Erwachsener und nenne es “Formel 1″, zeige in besonders komplizierten Zeiten Bilder von Tierbabies und Heldentaten, um von den eigentlichen einschneidenen Geschehen abzulenken - Entertainment statt Infotainment”
Zur Veranschaulichung - so funktioniert Massenkommunikation heute (eigene Darstellung)
Die meisten die ich kenne, wollen gar nicht alles wissen und das ist ein Fehler, aber mach denen das mal klar. Alles was im Fernsehen kommt muss wahr sein! Aus Angst oder weil sie schon vom den Regelsystemen Sklaven sind? Zum Glück werden schon die Weichen gegen Andersdenkende gestellt und gegen sie vorzugehen. Siehe hier - da möchte man doch Andersdenkende einsperren - eine Utopie und ein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit!
„Geschenke machen dem Wort Gelenke“ - Gesundheitspolitiker empfangen Spenden von Pharmaunternehmen, Minister aus Verteidigungs- und Außenpolitik erhalten sie von Rüstungsfabrikanten und Wirtschaftsminister bekommen Patte von den gängigen Großindustriellen. Wie stark hängt die Wirtschaft in der Politik? Ein versteckter Sonderfall der Korruption und Bestechung?
20 Millionen Euro Parteispenden 2008! Mit etwa 7,5 Millionen Euro bekam die CDU 2008 das meiste Geld von führenden Unternehmer der Wirtschaft. Mehr als 50 Firmen reihen sich in ihrer Spenderliste auf. Bei der CDU reicht die Liste der Firmenspender von Würth bis zur Volkswagen AG. Großzügig war auch die Commerzbank mit 200500 Euro, Chemikalienhändler Hermann Schnabel mit 220000 Euro, die Daimler AG mit 150000 und ein inzwischen auf Zypern ansässiger Reeder aus Norddeutschland 100000 Euro. Auch politische Feiern werden gern hin und wieder mal von Wirtschaftsleuten spendiert. Ok…, ab und zu bezahlt auch der Steuerzahler.
Die Schwesterpartei CSU bekam 2008 knapp 6,4 Millionen Euro von mehr als 40 Unternehmen, gefolgt von der FDP mit 2,7 Millionen Euro. Die SPD sammelte 2,67 Millionen Euro von 20 Unternehmen. Die Grünen kamen nur auf 490 000 Euro und das Beste: Die Linkspartei bekam keinen einzigen CENT. Ist ja fast wie in der Fußball Bundesliga, auch die Stände der Firmen auf einem Parteikongress sind so üblich wie die Bandenwerbung im Fußballstadion.
Selbst SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel warf der Bundesregierung Käuflichkeit vor. Warum gab Union und die FDP Hoteliers Steuergeschenke? „Weil es nämlich vorher Riesen-Spenden gegeben hat, in Millionenhöhe“, sagte Gabriel in der ARD.
Beamte dürfen keine Spenden annehmen, was gestetzlich geregelt ist. Hingegen dürfen Abgeordnete der Politik gerne mal die Hand aufhalten. Es gibt kein Gesetz, was das verbietet, weil die Abgeordneten das nicht wollen. Nur sind über 80% der Bundesbürger gegen Firmenspenden an Parteien. In Frankreich gehts auch ohne.
Die Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik sind undurchsichtiger als man es glauben möchte. Mittlerweile schon so fließend, dass zum Einen Politiker in Gremien, Aufsichtsräten, Stiftungen und Vereinen der Wirtschaft sitzen und zu den sowieso zu hohen Diaten, zusätzlich königlich entlohnt werden. Dazu kommen unmengen Beraterverträge, die dem Normalbürger vorspielen, dies sei eine Dienstleistung an die Wirtschaft. Andererseits sitzen fähige Arbeitnehmer von Unternehmen in Ministerien, die gern auch mal komplette Gesetzesvorlagen ausarbeiten. Ein Wechsel von der Politik in die Wirtschaft und umgekehrt?
Meint da noch jemand es gibt keine Korruption, Bestechung und Interessenverschiebung? Die Politik darf nicht von wirtschaftlichen Großbetrieben beeinflusst werden. Die Beziehung zwischen Politik und Wirtschaft verschwimmt fast völlig. Auch für kurze Unterredungen mit der politschen Macht, werden von der Wirtschaft mal eben ein paar Tausend Euro locker gemacht. Vielleicht kann man ja mit Redekunst tolle gewinnbringende Konzepte vorstellen. Auch das Abendessen des Unternehmers am Tisch der Parteiprominenz gehört zum normalen Programm. Wenn dann noch ein Foto mit dem angesehenden Politiker abfällt und eine werbewirksame Sekunde in den Nachrichten, umso besser. “Natürlich ist es kein Zufall, vor welcher Firma der Vorsitzende bei seinem Rundgang stehen bleibt. Das wird minutiös geplant”, sagt ein Parteistratege. Logisch…, dass Jemand der eine Partei sponsert, für seine finanzielle Zuwendung auch eine gewisse Gegenleistung verlangt, auch wenn es nur Mitspracherecht ist. Walter Williams, amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, traf dies passend: „Prinzip der Marktwirtschaft: Tu mir was Gutes - tu ich dir was Gutes.”
Die FAZ schreibt: “Auch die Laufwege der Polit-Prominenz auf großen Messen entspringen nicht der Laune irgendeines Referenten, sondern nüchternem Kalkül. Nicht zur Mehrung der Barmittel, wie Verschwörungstheoretiker denken könnten, sondern zur Maximierung der Wählerstimmen, dem eigentlichen Geschäftszweck in der Politik. Im Zweifel zieht es die Kanzlerin auf Automessen deshalb zu Mercedes, BMW oder Volkswagen: Was sollte es bringen, sich vor Koreanern fotografieren zu lassen? Preislisten für solche Auftritte existieren selbstredend nicht.”
Nach der Publikation einer millionenschweren Unternehmensspende an die FDP hat der stellvertretende Vorsitzende der Linken Klaus Ernst ein Verbot von Parteispenden durch die Wirtschaft gefordert. Deutschland sei zu einer „Demokratie der gekauften Parteien verkommen“, erklärte Ernst. Herr Westerwelle, der auch oft als Handpuppe der Wirtschaft betitelt wird, dementiert.
Der reflektierende Bürger schreibt:
“Bei jeder Wahl das Gleiche. Lügen der großen Parteien - am Ende werden sie doch gewählt und halten eh nicht was Sie verspechen. Nach dem demokratischen Gedanken sollte eigentlich nur der Wähler Einfluss auf die Politik haben. Dieser entscheidet mit seiner Stimme über den Kurs der Regierung. Doch diese Wunschvorstellung hat durch das Erstarken des Lobbyismus und unter dem Einfluss der Wirtschaft mit der Praxis nichts gemein. Lenin hat schon recht, wenn er über uns Deutsche sagt, vor Ausbruch der Revolution ist eine Bahnfahrkarte zu lösen. Wir gehen wie Schafe an die Wahlurnen und die Parteien bekommen nie eine Quittung für ihre Politik. Es gibt die Tierschutzpartei, die Piratenpartei, die Familienpartei, DIE FRAUEN, die Rentnerpartei und für die Christen die PBC usw. eine Nazi-Partei zu wählen, verbietet sich von ganz alleine. Aber wenn ein Großteil der Wähler und Nichtwähler an die Wahlurnen eine Partei der Sonstigen ankreuzt, sinkt die Prozentzahl der Großen, ohne dass die Kleinen Parteien ins Parlament kommen. Schlussendlich wählt man das größere Übel sowieso immer mit”
Denken Sie wirklich, Sie gehen selbstgesteuert, unabhängig und eigenwillig einkaufen? Methoden zur Kaufbeeinflussung wie Beleuchtung, Einrichtung, Hintergrundmusik, Raumtemperatur und zu groß gebaute Einkaufskörbe, um den Reiz zum Kauf zu optimieren, sind schon fast veraltet und im Grunde bekannt.
Emotionalität bestimmt unterschwellig unser Einkaufverhalten. Abgesehen von den Beratungsskillz des Verkäufers oder den aus Kindheit eingeprägten Marken, arbeitet die Werbung und auch der Konsumtempel um die Ecke mit Psychologen und Neurowissenschaftlern zusammen,
um Einkaufsverhalten der Verbraucher zu analysieren und Verkaufstrategien zu optimieren. Das Zauberwort heißt “Neuromarketing“!
Hier mal eine Hitliste von psychologischen Verkaufstricks: Mengenrabatte: Kaufe 3 anstatt 1 Produkt. Nie wird wirklich nachgerechnet - man schaltet regelrecht den Verstand aus.
künstliche Verknappung: Werbesprüche wie “NUR HEUTE” und bunte Werbeschilder, vorrangig mit Signalfarben, erregen Aufmerksamkeit und suggerieren ein Schnäppchen.
höhere Vergleichspreise: man empfindet eine Ware als günstig und hält es für ein Schnäppchen, wenn neben dem Produkt eine sehr teure Variante steht.
gebrochene Preise: Forscher fanden heraus, dass die 99er Preise exponentiell billiger wirken und der Käufer dazu neigt die Preise abzurunden.
Psychologisch gesehen befriedigen diese Methoden den Konsumenten beim Einkauf und dieser bekommt das Gefühl, dass man “richtig Glück” hatte, ein Schnäppchen beim Einkauf gemacht zu haben. Aber es geht noch weiter…
Selbst die EU spielt in die Arme des Konsums, oder besser der Konsumentenforschung. Verpackungstricks: 2007 hat das Europäische Parlament die einheitlichen Verpackungsgrößen für Lebensmittel abgeschafft. Ab 2009 dürfen die Hersteller auch unübliche Verpackungsmengen vertreiben, was die Preisvergleiche extrem erschwert. Dann gilt es die Grundpreise der Ware zu vergleichen. Diese sind meist sehr klein und unleserlich an den Preisschildern in den Regalen angebracht oder fehlen ganz.
Es geht noch weiter… Es bildet sich eine interkontinentale Konsumentenforschung die miteinander verstrickt arbeitet.
Ein Überblick zur Konsumentforschung
” Konsumentenforschung ist die Untersuchung und Erfassung von Konsumentenverhaltensmustern in unterschiedlichen Kulturräumen (bes. Untersuchung von Risiko- und Informationsverhalten, Werten, Einstellungen, Lebensstil, Kaufentscheidungen, Einkaufsgewohnheiten, Medianutzung, Schenkverhalten). Ergebnisse der interkulturellen Konsumentenforschung sind u.a. Entscheidungsgrundlage für Planungs- und Gestaltungsprozesse des internationalen Marketing. Im Rahmen der interkulturellen Konsumentenforschung ist kritisch zu hinterfragen, inwieweit mit einem verwendeten Forschungsdesign und Messinstrumentarium tatsächlich kulturelle Differenzen und nicht nur kulturbedingt unterschiedliche Reaktionsweisen auf die verwendeten Methoden ermittelt werden.” Ach, dann sind wir so zusagen Versuchsobjekte
-> Literaturhinweis 1
-> Literaturhinweis 2
Schalten Rabatte unseren Verstand aus? Der Hirnforscher Bernd Weber vom Bonner Hirnforschungszentrum Life&Brain behauptet: “Rabatte können den Verstand des Konsumenten ausschalten.” Beim Betrachten von Produkten mit Rabatt ist ein Teil des sogenannten Belohnungssystems in der Gehirn-Mitte (das Striatum) bei Probanden besonders aktiv. Weniger aktiv ist es, wenn die Rabattschilder fehlen. Für Bernd Weber ist das ein Hinweis darauf, dass ein Produkt mit Rabattschild in einer realen Einkaufssituation eher gekauft würde als ein Produkt ohne Rabatt. Im Vergleich zu normalen Preisschildern zeigt sich das sogenannte Kontroll- oder Verstandeszentrum (das Anteriore cingulum, im Vorderhirn) reduziert aktiv wenn man Rabattschildern gegenübersteht.
Das alles haben wir der “Shoppingforschung” zu verdanken. Wenn der Supermarkt Defizite im Verkauf bestimmter Produkte aufweist, dann werden sogar Shoppingforscher eingesetzt. Diese verfolgen Sie unbemerkt im Konsumtempel und dokumentieren ihr Kaufverhalten.
Wenn Sie etwas suchen, aus dem Regal nehmen und anschauen oder in den Einkaufswagen legen, werden in der elektronischen Route Aktionspunkte gesetzt und parallel permanent die Zeit gestoppt. Mehrere Hundert solcher Einkaufsrouten sind nötig, damit die Shoppingforscher das Problem des Supermarktes genau analysieren können. Somit entstehen Kaufrouten, warme- sowie kalte Zonen des Konsums (Heatmap). Bekannt ist, dass 80 Prozent der Einkaufszeit auf 20 Prozent der Ladenfläche verbracht wird. Der Durchschnitts-Kunde sieht höchstens 25 Prozent des Einkaufsraums. Er entscheidet auch proportional schneller, je näher er dem Kassenbereich kommt. Zudem kommen nun zusätzlich Methoden wie die Peilsender “RFID-Chips” oder auch die tollen Payback Karten den Supermarktketten zu Gute. Die Kunden können jederzeit im Laden geortet werden und welche Produkte sie im Warenkorb zu liegen haben. Wie sich sein Einkaufsverhalten in der Woche/im Monat/oder im Jahr darstellt ist dann genauso offenkundig.
Der Supermarkt ist zu einem psychologischen Verkehrsknotenpunkt mutiert. Mit der eigenen Fachsprache wie Bremszone (Eingangsbereich), Rennbahn(breiter Gang), Schnelldreher (Waren des täglichen Bedarfs), Impulsware (unüberlegt gekaufte Ware), Sichtzone (Regalfläche in Augenhöhe), Greifzone (60-140cm Regalhöhe), Bück- und Reckzone (unter 60cm bzw. über 140cm) wird versucht sie zu steuern und zu klassifiziern. Aus diesen Aufzeichnungen entsteht ein Planogramm, ein Belegungsplan für das Regal, der jede Postion eines Produktes festlegt und somit eine Umsatzsteigerung garantieren soll.
Machen Sie sich doch mal einen Spass und versuchen Sie beim nächsten Einkauf auf diese Tricks zu achten und Sie zu zählen - mal sehen ob Sie sparsamer einkaufen.
Vorsicht Supermarkt. Wie wir verführt und betrogen werden von S. Schwartau, A. Valet; 2007
Die große Verführung. Psychologie der Manipulation von R. Levine; 2005
Warum kaufen wir? Die Psychologie des Konsums von P. Underhill; 2000
Wie Werbung wirkt. Erkenntnisse des Neuromarketing von C. Scheier, D. Held; 2006
Was Marken erfolgreich macht. Neuropsychologie in der Markenführung von C. Scheier, D. Held 2007
Neuromarketing von H.-G. Häusel; 2007