GELD GELD GELD und EZB Dezember 22nd, 2011 | Gesellschaft, Medien, Wirtschaft | No Comments »

Geld regiert die Welt. Alle Jahre wieder crasht das Geldsystem. Das exponentielle Wachstum durch Zins und Zinseszins ist die Ursache und systemimmanent. Schuldenkrise? Nein,… Guthabenkrise! Oder doch Systemkrise…?

Und die EZB ruft nun die Geldflut für die Banken aus und es wird Geld gedruckt. Das ist wohl der Wunsch der Bankster gewesen, wenn sie in Propaganda-Aktionen immer gefordert haben, dass die Schleusentore der EZB geöffnet werden sollten…

“…dem maroden europäischen Finanzsektor seit gestern unbegrenzte Liquidität zur Verfügung stellt. Die Banken können bei der EZB - im Rahmen der bislang größten Geldflutung des europäischen Finanzsektors - für die kommenden drei Jahre Kredite in unbegrenzter Höhe zu einem Zinssatz von einem Prozent aufnehmen. Angesichts dieser - gelinde gesagt - günstigen Konditionen griffen Europas Finanzhäuser gleich am ersten Tag tüchtig zu: 489 Milliarden, nahezu eine halbe Billion Euro, nahmen 523 europäische Banken bei der EZB an Krediten auf. ” Quelle: Telepolis

Gibt es nun immer noch Zweifler, die nicht glauben, daß der Euro tot ist/bzw sterben wird? Die immer noch nicht glauben wollen, daß die EZB ihre Unabhängigkeit von der Politik verloren hat? Zweifler, die immer noch nicht glauben wollen, daß alles was bisher beschlossen wurde nur Scheinlösungen sind um die Katastrophe in die Zukunft zu verschieben? Oder Zweifler, die immer noch glauben, daß deutsche Steuerzahler nicht ausgeplündert werden sollen - die der anderen Länder natürliche auch. Gibt es immer noch Zweifler, die nicht glauben wollen, daß das Rad weiter gedreht wird, aber doch am Ende im Mega-Crash enden muß? Gibt es immer noch Menschen, die glauben, daß die sogenannte “EU” ihren erarbeiteten Wohlstand schützt, sie vor Ausplünderung bewahrt, ihre Rentenanwartschaften schützt, dem Bankster-Unwesen einhalt gebieten würde?

Tja, die alle gibt es - massig sogar…

Warum ist dieses Thema kein Tagesgespräch? (QUelle: youtube.de)
_____________________________________________________________________________________________________________________________

Update 24.01.2012
Die Finanztransaktionssteuer kommt wohl auch nicht, doch die Euro-Finanzminister haben den permanenten Rettungsschirm (ESM) abgesegnet - Telepolis

Update 01.02.2012
Sehr lesenwerter Artikel:“Eine neue Geldordnung” von Paul Schreyer auf Telepolis
“Eine wesentliche Ursache der in den letzten Jahrzehnten immer häufiger auftretenden Finanzkrisen liegt in der unkontrollierten Geldschöpfung der privaten Banken aus dem Nichts. Die sogenannte “Vollgeldreform” könnte das ändern”

Wechsel in der EZB - Goldman Sachs und ihr Mario Draghi November 3rd, 2011 | Allgemein, Bildmomente, Gesellschaft, Persönlichkeiten, Politik, Wirtschaft | No Comments »

“Die EZB macht die Geldpolitik für einen Währungsraum mit 16 Staaten und einer Bevölkerung von 320 Millionen Menschen.”
Jean-Claude Trichet - Quelle: faz.net

Nun ist Mario Draghi neuer Präsident der EZB - “Glückwunsch Herr Draghi!”
Hier nun mal ein paar Fragen zu Ihrer Person!

wikipedia
Sagen Sie mal, waren sie nicht von 2002 bis 2005 Vizepräsident bei Goldman Sachs? Ja? Und von 2006 bis 2011 Gouverneur der Banca d’Italia, der italienischen Zentralbank ? Schön, dass sie aus Angst vor Konflikten den Weg gingen, ihre Goldman Sachs Anteile in einem Blind Trust anzulegen und in Italien in Anbetracht der Schulden ein fast ebenbürtiges Bild wie in Griechenland hinterlassen haben.

Sagten sie nicht vor kurzem “Die junge Menschen haben ein Recht darauf, empört zu sein.” am Rande des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Paris? Ja? Warum?

Hör ich da Recht? Vize bei Goldman Sachs? Waren das nicht die Bankster unter Ihrer Feder, welche den Griechen nicht erst zur Verschleierung ihrer Schulden halfen?. Ist Goldman Sachs nicht diese Bank, welche die EU in Fragen zur Eurorettung berät und gleichzeitig Anlegern rät, gegen den Euro zu wetten? Ja?

Sie und Dibelius haben das zwar negiert und sie populisieren sich als Freund Europas und der Zweitere laboriert mit Aussagen wie: “Wir sind solidarisch mit dem Euro!” Immerhin berät der Debilius die Kanzlerin Merkel. Denn Dibelius nahm schon früh Kontakt zu CDU-Parteichefin Angela Merkel auf, lange vor ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin. Für die Politikerin arrangierte er mehrere Dinner mit Unternehmenschefs, damit sie besser und schneller mit Personen aus der Wirtschaft ins Gespräch kam.

Außerdem glänzte er vor kurzem mit Aussagen auf Hochschulveranstaltungen worin man sein ganzes Denken offenbart wird: „Banken, besonders private und börsennotierte Institute, haben keine Verpflichtung, das Gemeinwohl zu fördern.“ Das wird wohl ihre Goldmann Sachs Menthalität sein, oder?

Oder wie erklären sie sich, dass es mitunter Goldmann Sachs ist, die auf Kosten der Ärmsten mit Lebensmitteln spekulieren. So fand auch Foodwatch im Report “Die Hungermacher” heraus, dass allein 2010, danke Goldmann Sachs & Co., die Nahrungsmittelpreise um ein Drittel stiegen und dadurch mehr als 40 Millionen Menschen zusätzlich in absolute Armut gestürzt wurden.

“I am just a banker doing God’s work!”
(Lloyd Blankfein, CEO Goldman Sachs, in: FT, Sunday Times, 8.11.2009)

Wenn also das gesamte Zocker-Establishment hinter Draghi steht, ist das nicht Grund zur Sorge?! Gerade der Vorwurf, er wäre als ehemaliger Goldman-Sachs-Manager ein Vetreter der Übeltäter, gibt neue Nahrung. Einmal Goldmann - immer Goldmann! Mario Draghi wird wohl kaum das viele Spielgeld wieder einsammeln, mit dem das Casino am Laufen gehalten wird…sondern kleiner Leitzins und drucken…drucken..drucken… - den Fehler, den schon die FED machte. –> KEN FM über die EuroKrise

Vielleicht wissen auch erst wenige, dass die komplette Wirtschaftsolligarchie auf 147 Unternehmen verteilt ist und die Goldman Sachs Group weit oben dazu gehört.

Die ETH-Studie heisst “The network of global corporate control” zeigt auf, dass der Kern dieses Netzwerk der globalen Wirtschaftskontrolle aus 1318 Firmen mit engen gegenseitigen Verbindungen besteht. Jede dieser Firmen ist mit zwei oder mehr Firmen verbunden (der Durchschnitt liegt bei 20 Verbindungen). Diesen Firmen gehören die wichtigsten Produktionsstätten der Welt (reale Wirtschaft) was insgesamt 80 Prozent des globalen Umsatzes bedeutet. Dort rotieren, den Investmentmarkt mit inbegriffen, Summen von Billionen, welche die Bruttoinlandsprodukte von Ländern als Peanuts erscheinen lassen. Zu guter Letzt fanden die Forscher hinter all dem schlussendlich eine Supergruppe, bestehend aus 147 sehr eng verbundenen Konzernen, die sich gegenseitig besitzen, denen 40 Prozent des ganzen Netzwerkes gehört.

Dazu mal News the media won’t report ->
Wer ist eigentlich der Draghi? - Hintergründe - Interview mit Claudio Celani, Chefredakteur EIR Strategic Alert, informiert über die Geschichte Mario Draghis

The Obama, Goldman Sachs & Rothschild connection - global powerhouses and elections - auf englisch

AUFWACHEN - oder wieder einschlafen…

Weiterführende Literatur: Krise und Wahnsinn - kapitalistische Systemkrise, Gesellschaft und das Massenbewusstsein - Telepolis

Randale, Krawalle und Aufstände in England - Chaoten oder Freiheitskämpfer August 11th, 2011 | Allgemein | 1 Comment »

In der modernen westlichen Welt existiert in der Mittel- und Unterschicht nur ein psychologisches Entweder-Oder Konstrukt der nachwachsenden Generation. Diese Zuspitzung findet zum Einen den Impuls aus der Ausweglosigkeit, Resignation und “Scheißegal-Stimmung” und zum Anderen die Seite der Extreme, einer Anti-Einstellung erwachsen aus der Informationsflut moderner Medien. Hinzu kommen die Zustände in unserer “Demokratie” - Die Tatsache das in Europa vielerorts die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter wächst und der Mittelstand bald gänzlich wegzufallen droht.

Korruption, Abzocke und Vertuschung macht der Staat und seine Wirtschaft täglich vor und seine Bewohner machen es nach dem Motto: “Ich werd vom Staat gef***, also f*** ich auch den Staat” nach. Die nun auferlegten Sparmaßnahmen und die vielen Rettungspakete welche die Menschen zahlen dürfen, für einen Schaden den der kleine Mann nicht zu verschulden hat, das Überangebot an Möglichkeiten von Arbeit über Konsum bis hin zur Freizeit ruft einen Überforderungs- und Lähmungszustand hervor, vor allem wenn alles von horenden Kosten abhängt. Wodurch wurden denn die Einschnitte im Sozialwesen verursacht? Wer sind die eigentlichen Verbrecher? Wo ist das Vorbild, wenn die “Mächtigen” den Geldwert zerstören, die Umwelt kaputt-wirtschaften, Kriege treiben, Menschen wie Sklaven behandeln, Massenmedien nur Lügen verbreiten, alles nur um den größtmöglichen Profit zu ergaunern und die Gesellschaft zu betrügen?

In London und mittlerweile auch Birmingham finden gewaltätige Krawalle statt. Ständig wird behauptet, es seien dumme Jugendliche, welche Spaß am Randalieren hätten. Meine Meinung dazu sieht etwas anders aus.

Weiterlesen…

“Marx Reloaded” Dokumentation April 12th, 2011 | Allgemein, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft | Comments Off

Die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 löste weltweit die tiefste Rezession seit 70 Jahren aus und veranlasste allein die US-amerikanische Regierung, mehr als eine Billion Dollar einzusetzen, um das Bankensystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Doch noch heute sind die endgültigen Auswirkungen der Krise in Europa und dem Rest der Welt unklar.

Heißt das aber nun, dass man die Krise als einen unglücklichen Nebeneffekt des freien Markts akzeptieren sollte? Oder gibt es andere Erklärungen dafür, was eigentlich geschehen ist und welche Effekte dies auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf die unterschiedlichsten Lebensarten überhaupt hat? Heute besinnt sich eine neue Generation von Philosophen, Künstlern und politischen Aktivisten auf die Ideen des deutschen Sozialisten und Philosophen Karl Marx, teils um die Krise der letzten Jahre zu verstehen, teils um die Möglichkeit einer Welt ohne Kapitalismus zu erwägen. Belegt die Schwere der sich abspielenden Krise, dass die Tage des Kapitalismus gezählt sind? Oder ist es 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ironischerweise so, dass der Kommunismus Lösungen für die wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Planeten zu bieten hat?

Die Dokumentation untersucht die Relevanz der Marx’schen Theorien für das Verständnis der jüngsten globalen Wirtschafts- und Finanzkrise. (Quelle: www.videos.arte.tv)

Neue Wut: Krisen - Splitter November 10th, 2010 | Allgemein, Bildmomente, Gesellschaft, Medien, Politik, Wirtschaft | Comments Off


KRISEN – SPLITTER ist ein Dokumentarfilmprojekt von Martin Keßler. Er zeigt hierbei filmerisch Beobachtungen zur Weltfinanz- und -Wirtschaftskrise und den Kampf um die Deutungshoheit auf. Mit der Seite neuewut.de wird eine dokumentarische Langzeitbeobachtung sozialer Proteste in Deutschland geschaffen. Seit Herbst 2003 begleiten der Filmemacher Martin Kessler und sein Team die verschiedenen Wellen des sozialen Protestes: ob Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV, Opelstreik oder der Aufstand der Studenten.

Weiterlesen - Klick!!!

Stoppt die Banken !!! Oktober 27th, 2010 | Allgemein, Gesellschaft, Recht, Wirtschaft | 1 Comment »

++++ StopBanque – Stoppt die Banken – Stop the Banks!! 7.Dec 2010 ++++

Stopbanque ist ein Aufruf zum Europaweiten massiven Abzug aller Gelder von Banken und der Schliessung von Sparkonten. (…) Das ist die erste spontane Bürgerinitiative, um sich vor medialer und politischer Korruption zu schützen und uns aus der Sklaverei, die uns vom Grosskapital auferlegt wurde, zu befreien.”

Weiterlesen - Klick!!!

Der Aufstieg des Geldes Juli 18th, 2010 | Allgemein, Bildmomente, Wirtschaft | 1 Comment »

Die britische Produktion “The Ascent of Money” (Der Aufstieg des Geldes) ist eine Dokumentation über die Entstehung und Entwicklung des internationalen Finanzwesens. Dies ist die beste Mainstream Dokumentation zu Thema Krise, die ich kenne, leider, denn die Staatsanleihen-Blase wird nicht erkannt, der “Aufschwung” nicht als Crack-up-Boom entlarvt und das Papiergeld-System nicht beleuchtet. Trotzdem, absolut sehenswert.

Der Harvard-Professor Niall Ferguson geht der anhaltenden Finanzkrise auf den Grund: angefangen bei der US-Immobilienkrise, der Globalisierung und den gegenseitigen Abhängigkeiten der Wirtschaftssysteme bis hin zu verschiedenen Anlageformen an den Börsen und dem Rückbau des Sozialstaates.

Weiterlesen - Klick!!!

Der dritte Weltkrieg läuft… Mai 20th, 2010 | Bildmomente | Comments Off

“Bankenland ist wilder Westen ohne Sheriff” (G. Schramm)

Dieser Banken- und Wirtschaftskrieg ist ein Demoralisierungskrieg gegen die Menschen selbst. Alle sind unzufrieden mit dem System, mit der Politik und dem Bankensystem und vor allem mit der eigenen Situation. Aber anstatt zu schimpfen und zu jammern, sollte man mal in sich selbst gehen und sich selber fragen, ob man denn überhaupt bereit ist, dagegen was zu tun. Schlussendlich wird es wieder nur eine Problemlösung sein, die andere Probleme schafft und vielleicht auch wieder in die falsche Richtung führt. Um das, was wir wirklich sind zu erkennen, müssen wir uns von dem lösen, was uns abhängig macht.

Weiterlesen - Klick!!!

Tauschhandel im Internet (-zeitalter) Juli 20th, 2009 | Medien, Wirtschaft | Comments Off

Tauschen
Die Finanzkrise 2007/2008/2009/(?) - eine Krise, deren Ursache in einer fast grenzenlosen “Kredit-Spekulations-Hausse” zu suchen ist - treibt eventuell einige Menschen wieder in typische Verhaltensmuster solcher Krisenzeiten. Immer dann wenn man, nennen wir es “des Geldes leidig” wird, sucht der Mensch wieder nach alternativen Handelsmethoden. Eine Methode, bei der man das Geld überspringt -  Tauschhandel.
Nur warum? Das Geld ist doch erst aus dem Tauschhandel entstanden um eben diesen zu erleichtern und eine bessere Bewertung seines Guts zu erreichen.

Auch in der Neuzeit kam es immer wieder zum Tauschhandel: so waren Zigaretten nach dem 2. Weltkrieg ein sehr beliebtes Tauschmittel, wahrscheinlich weil die Zahl der Abhängigen eine große Tauschbasis ausmachte.
Nur wieso orientiert sich der Mensch in schweren Zeiten an einer solchen Methode?
Anscheinend ist es die Sicherste um zu überleben!

Weshalb nun der Titel “Tauschhandel im Internetzeitalter”?
Dazu muss man sich erst einmal vor Augen führen wie Tauschhandel funktioniert:
Ich habe ein Gut A im Überfluss und brauche ein Gut B. Ich muss nun einen Tauschpartner finden der ebenso Gut A braucht wie ich Gut B.
Wie geht das am besten? Na klar, ich habe eine hohe Anzahl an Tauschpartnern, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es tatsächlich zu einem Tausch kommt. Je höher die Menge an Tauschpartnern, desto höher sogar die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Tausch kommt der den subjektiven Wert meines eigenes Gutes übersteigt.
Bei einer Bevölkerung von 6 Millarden Menschen auf unserer Erde kann man sich nahezu sicher sein, dass man irgendwie einen Tauschpartner findet.

Vorteil: man übergeht das Geldsystem komplett!

Problem in unserer Vergangenheit war, dass es in den letzten großen Zeiträumen des Tauschhandels noch keine Vernetzung wie heute gab. Demnach konnte man sich nur mit begrenzten Tauschpartnern einigen und genau dann ist ein Tausch auch mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht bzw. nicht zur vollstellen Zufriedenheit möglich.
In Zeiten der globalen Vernetzung, von Social Networks, die tagtäglich von Millionen von Menschen benutzt werden, wo jeder mit jeden kommunizieren kann, wo es keine Ländergrenzen gibt, ja sogar der Status “Finanzkrise” erreicht ist - genau in einer solchen Zeit sollte der Tauschhandel doch boomen?!

Nur wo?? … mir fällt spontan keine Tauschbörse im Internet ein. Nach ein paar Minuten googlen findet man zwar eine Handvoll, diese sind aber so schlecht besucht, dass sich die Sache schon wieder erledigt hat.

Komisch…aber die Erklärung scheint zumindest sehr einfach: Wie kann “der Macher” Geld damit verdienen… ;)

Hirnforschung erklärt die Finanzkrise Juni 8th, 2009 | Allgemein, Medien, Wirtschaft | 1 Comment »

bildschirm Die Welt der Flachbildschirme fördert unsere Intelligenz, aber sie führt auch dazu, dass wir uns von der Realität entfernen. Folglich steigt die Bereitschaft zum Risiko.

„Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Nutzung von Computern und der Finanzkrise“, so die britische Hirnforscherin Susan Greenfield, die in Oxfort forscht, lehrt und 29 Ehrendoktortitel inne hat.

„Man kann durchaus sagen, dass die Menschen heutzutage in zwei Dimensionen leben – den Dimensionen der Flachbildschirme. (Mittlerweile 6 bis 8 Stunden täglich) …“

„Der Intelligenzquotient der Menschen insgesamt hat sich dadurch verbessert. Man muss Muster und Strukturen schnell erkennen und interpretieren. Man nutzt das Gehirn vielmehr in einer recht abstrakten Weise. Der Zugang zu Informationen ist heute sehr viel schneller möglich als früher. …“

„…Doch Informationen sind noch kein Wissen. Die junge Generation der Banker ist mit dem Computer aufgewachsen. Das hat ihre Psyche geprägt und lässt sie sehr viel bereitwilliger große Risiken eingehen. In der zweidimensionalen Welt hat das eigene Tun ja keine langfristigen Konsequenzen. Wenn ich bei Second Life als Avatar vom Baum falle, dann hat das für mich nicht wirklich ernste Folgen. Wenn ich im richtigen, dreidimensionalen Leben vom Baum falle, ist das offensichtlich eine ganz andere Sache. …“

„In der zweidimensionalen Welt ist es jederzeit möglich, das Gehirn in diesen kindlichen Modus zu versetzen. Man lebt da nur im Moment, erlebt starke Emotionen und sucht den Thrill. Das führt zur Ausschüttung bestimmter Stoffe im Gehirn. Die Rationalität wird dabei gleichsam weggefegt. …“

„Investmentbanker arbeiten vor einem Bildschirm, und das Ganze ist für sie wie ein Computerspiel. Doch im richtigen Leben gibt es im Gegensatz zum Spiel so etwas wie Unumkehrbarkeit. …“

„Man kann schon heute sehen, dass die Menschen intelligenter werden, besitzen aber weniger Empathie, sind rücksichtsloser, waghalsiger, schnelllebiger. Die schlechte Nachricht ist, dass sie diese Intelligenz nicht nutzen – und dass es um die sozialen Fähigkeiten schlecht bestellt sein wird. Man kann bereits beobachten, dass manche lieber per Display kommunizieren, als anderen tatsächlich im realen Leben zu begegnen. …“

„Menschen werden immer mehr Zeit vor einem Bildschirm verbringen. Dort findet ihr Leben statt. Die Intensität und Häufigkeit sozialer Kontakte geht zurück. Wir haben es dann mit einer Gesellschaft zu tun, in der das Individuum zwar eine Menge Glücksgefühle erlebt, aber letztlich keinen tieferen Sinn mehr erfährt.“

Aus einen Interview mit der Welt Online – vollständiger Artikel