Der Aufstieg des Geldes Juli 18th, 2010 | Allgemein, Bildmomente, Wirtschaft | 1 Comment »

Die britische Produktion “The Ascent of Money” (Der Aufstieg des Geldes) ist eine Dokumentation über die Entstehung und Entwicklung des internationalen Finanzwesens. Dies ist die beste Mainstream Dokumentation zu Thema Krise, die ich kenne, leider, denn die Staatsanleihen-Blase wird nicht erkannt, der “Aufschwung” nicht als Crack-up-Boom entlarvt und das Papiergeld-System nicht beleuchtet. Trotzdem, absolut sehenswert.

Der Harvard-Professor Niall Ferguson geht der anhaltenden Finanzkrise auf den Grund: angefangen bei der US-Immobilienkrise, der Globalisierung und den gegenseitigen Abhängigkeiten der Wirtschaftssysteme bis hin zu verschiedenen Anlageformen an den Börsen und dem Rückbau des Sozialstaates.

Börsenspekulation, Poker & Kapitalismus Mai 12th, 2010 | Persönlichkeiten, Wirtschaft | 1 Comment »

sachs
Goldman-Sachs und der Hochfrequenzhandel

Traden, Traden, Traden… die Sucht nach dem schnellen Geld, ganz wie beim Pokern und strategisch ziemlich gleich aufgebaut: Geduld und zur richtigen Zeit „All-In“! Aber selbst bei sicheren Blättern kann man ganz schnell mal alles verlieren. Mit ein bisschen Marktkenntnis (Wahrscheinlichkeitsrechnung) kann man das Risiko minimieren, aber nicht völlig auslöschen. Außer man ist ein Falschspieler, die hätten Sie früher am Tisch einfach erschossen.

Apropos Falschspieler…, Goldman-Sachs scheint nach neuesten Meldungen einer zu sein. Goldman war bis zum Herbst 2008 eine Investmentbank, dann wurde sie über Nacht in eine Geschäftsbank umgewandelt, um an staatliche Gelder zu kommen, was praktisch zinsloses Geld von der FED bedeutet, um damit spekulieren zu können. Noch vor Kurzem saß Goldman Sachs im US-Kongress auf dem heißen Stuhl und musste zum Vorwurf des Betrugs beim Verkauf komplizierter Finanzprodukte namens »synthetische CDOs« Rede und Antwort stehen. Der Kongress lies es schlussendlich sein, sich mit den Banken anzulegen. Als Goldman vor den Kongress und die SEC zur Anhörung gebeten wurde, verschärfte sich nämlich umgehend die Griechenland-Krise. Fast schon wie gewollt, dass die Aufmerksamkeit auf diesen gefährlichen Krisenherd gezogen wurde. Griechenland erscheint wie eine Geisel, die die Entführer erschießen, um zu beweisen, dass sie es ernst meinen.

Im Fall Griechenland kreisten die Spekulantengeier um den griechischen Anleihemarkt, spielten gegen den Staatsbankrott und wetteten gegen den Euro. Nachdem die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds gerade Finanzspritzen von 120 Milliarden Euro versprochen hatten, gingen die Ratings privater Agenturen runter, um dramatischen Aufstieg oder Absturz bei Aktien oder Anleihen zu führen, was extreme Reaktionen an der Börse verursachte. Plötzlich verlor der Dow Jones am US-Aktienmarkt innerhalb einer halben Stunde 800 Punkte und machte auf einmal zwei Drittel des Verlusts wieder wett. Es schien nach eindeutiger Marktmanipulation.

Manipulation? Durch wen? Die Manipulation ist mit Hochfrequenzhandel (HTF) zu erklären, wie Goldman Sachs mit seiner Tradingabteilung mindestens 100 Millionen Dollar pro Tag verdient. Es ist eine leichte Übung, wenn man den anderen Spielern in die Karten schauen kann.
Goldman Sachs ist bei der Spielcasino-Technologie „Hochfrequenzhandels-Programme (HTF)“ der unbestrittene Spitzenreiter. Matt Taibbi unterstellt Sachs jede einzelne Marktmanipulation seit der Großen Depression eingefädelt zu haben.

Natürlich wird er nicht belangt! Goldman und die Wall Street regieren! Der Kongress scheint nicht in der Lage zu sein, die großen Banken an die Kette zu legen, genauso wie die Europäische Zentralbank nicht in der Lage zu sein scheint, den Zusammenbruch der Europäischen Union zu verhindern. Die EZB kauft nun doch Staatsanleihen. Ganz im Sinne der FED wird nun Geld gedruckt, was keinen Gegenwert besitzt. Dafür gibt’s die »Nuclear Option«: die Schulden Griechenlands und anderer hochverschuldeter Länder auszugleichen, indem man Geld druckt und die Staatsanleihen zu sehr niedrigem Zinssatz selbst aufkauft. Da können dann wenigstens keine Spekulanten mitpokern.

Wall-Street-Experte Max Keiser, der als Trader und Broker an der Wallstreet agierte und ausstieg, meint: “Die Bankelite betrügt - diese Leute sind Gangster!“ - „Der Kapitalismus der freien Märkte hat sich zu einem Kapitalismus der manipulierten Märkte entwickelt. Alle Märkte würden heute zugunsten privater Gewinne manipuliert.“ Das ist keine Mutmaßung, denn Keiser hat nach seinen Angaben ein Computerprogramm entwickelt, dass eigentlich Manipulation der Märkte verhindern sollte, doch das Programm wurde zu einem automatisierten Handelsprogramm, die den Interessenkonflikt von Käufer und Verkäufer sogar besänftigt.

High Frequency Trading, kurz HFT (Hochfrequenzhandel), nutzt Algorithmen, um in kürzester Zeit große Datenmengen zu analysieren und Transaktionen durchzuführen. Wie der Online-Pokerspieler heimlich mit einem Programm die Karten des Gegners sieht, um so riesigen Profit zu versprechen.

Laut Keiser stellt das HFT inzwischen das Hauptgeschäft der Wall Street dar. Durch HFT wird nicht nur ein großer Teil der Handelsgewinne erzielt, es ermöglicht auch die Manipulation der Märkte zu wirtschaftlichen und politischen Zwecken - ein virtueller Aktienmakler also.

Schon nach kurzer Zeit dominierte HFT die Börsen. 73 Prozent der Aktiengeschäfte in den USA werden mittlerweile von Hochfrequenzhandelsfirmen getätigt. 1998 hat die SEC elektronische Online-Kommunikationsplattformen oder alternative Handelssysteme als vollgültige Aktienbörsen zugelassen. Alternative Handelsplattformen oder -systeme (ATS) sind computerautomatisierte, orderangepasste Systeme, die börsenähnliche Handelsmöglichkeiten zu geringeren Kosten bieten. So kann jeder private Börsenpokerspieler dies auch benutzen.

Eigentlich mal dazu gedacht Transparenz in den Markt zu bringen, wurden Sie zu einer Art Pokerplattform.
„Sie haben den Markt zu einem manipulierten Spiel gemacht, in dem (die Herr Schmidts und Frau Müllers) systematisch zugunsten einiger weniger internationaler Großbanken betrogen werden.“ so Denninger.

Marktmanipulation war schon bei Wiedeking (Porsche), Aktionären oder Stromversorgern an der Tagesordnung und es ist tagtägliches Geschäft. Obendrein kommt noch dazu, dass die Pokerbankiers nicht mal ihre eigenes Geld setzen, sondern fremdes Kapital. Es ist kein gesunder, sondern ein kranker Kapitalismus. Langsam wird es Zeit, alle Karten auf den Tisch zu legen, neu zu mischen und nach Regeln zu spielen. Wozu haben wir denn die Politik? Damit Sie zuschaut?

Stellt euch vor, es ist Weltkrieg und die Rüstungsindustrie geht leer aus: So sieht die Wahrheit aus. Der finanzielle Umfang dieses Systemversagens - oder nennen wir es medienangelegt “Krise” - ist die eines Weltkriegs, nur ohne Tote (bis jetzt). Vorbeiblickend an der Tatsache, dass die jahrzehntelang konstante Zahl von einem verhungerten Kind pro 4 Sekunden auf unserem Planeten seit den letzten drei Jahren auf 3 Sekunden angestiegen ist. Was sind schon 2,5 Millionen tote Kinder mehr pro Jahr? Hauptsache die Reichen werden reicher.

Die wirklich gefährlichen Kriminellen auf dieser Welt erkennt man nicht daran, dass sie im Gefängnis sitzen. Man erkennt sie daran, dass sie reich sind. Das ist die Logik des Kapitalismus: Wer nicht durch und durch kriminell ist, wer nicht bereit ist, ohne zu zögern über Leichen zu gehen, der wird niemals reich. Und umgekehrt.

Irgendwas wird passieren :)

Update
US-Kongress beugt sich (erneut) den Göttern der Wall Street
US-Bundesbehörden gegen Morgan Stanley
Wie Rating-Agenturen Staaten ruinieren - 20min.ch

Links
„Bankenelite betrog. Diese Leute sind Gangster.“
Hochfrequenzhandel - schnell und unberechenbar
Heiß umkämpft: Programme zum High-Frequency-Trading - heise.de
Jetzt ist das Ende des Euros beschlossen
Jetzt mal ehrlich -zeit.de
US-Senat für Trennbankensystem
Einbruch an der Börse: Erneute Marktmanipulation durch Goldman Sachs
»Goldman« und die Rettung der freien Märkte
Blog über HTF (englisch)
Stock Traders Find Speed Pays, in Milliseconds
High-Frequency Trading and Crash Risks
High Frequency Trading Programs Ripping Investors Off
High Frequency Trading Is A Scam

Griechenland ein Finanztestgelände? Staatsverschuldung - ein Teufelskreis! Februar 23rd, 2010 | Allgemein, Politik, Wirtschaft | 2 Comments »

griechenland2Die Zeitungen und Medien sind voll vom Finanzopfer Griechenland. Sie gerieten schon immer aufgrund von Korruption und seit Neusten durch Datenmanipulationen ins Visier der Medien. (Sie sollen sich auch nur deshalb in die EU geschmuggelt haben) Nun soll Griechenland der Staatsbankrott drohen. Sind Sie neben Island und Irland die Ersten, die für den nachgeeiferten westlichen Lebenstandard auf Pump die Rechnung zahlen müssen?

Einige meinen ja es steckt wiedermal ein Plan dahinter, den überschätzten Euro zu schwächen, um die Wirtschaft und den Absatz wieder in Gang zu bekommen. Andererseits liest man auch, dass Griechenland als Versuchskaninchen für eine totale Finanzkontrolle von Bürgern herhalten muss. Nun reichen wohl die Laborhasen nicht mehr aus und es muss unter realen Umständen getestet werden. Meines Erachtens sind es die Auswüchse der Finanzkrise und der Spekulationen von Bankenkartellen.

Kommen wir zu den Fakten:
Wenn man von Staatsverschuldung spricht und verschiedene Länder vergleicht, muss man berücksichtigen, dass es zum Einen unterschiedlich große Volkswirtschaften in der EU sind und zum Anderen die Gesamtverschuldung nicht in absoluten Geldbeträgen, sondern in Beziehung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) gesetzt werden muss. Nach den Maastricht-Vertrag für die EURO-Währungsunion darf die Gesamtverschuldung nicht über 60% des BIP steigen. Anfang 2009 sah das so aus:

Die Top 6 der Staatsverschuldung: Platz 1: Italien mit 105,8%, Platz 2: Griechenland 97,6%, Platz 3: Belgien 89,6% Platz 4: Frankreich 68%, Platz 5:Portugal 66,4%, Platz 6: Deutschland 65,9%

Hätte einer gedacht Frankreich und Deutschland unter den Top 6 zu finden? Auch Belgien, der Sitz unserer EU Regierung, auf Platz 3 - ihr Schelme. Tja, weil alle größeren europäischen Länder viel zu hohe Schulden haben! Auch witzig ist, dass Belgien, Griechenland und Italien an der Währungsunion teilnehmen, obwohl Sie die Maastricht-Grenze von 60% Staatsverschuldung von Anfang an dramatisch überschritten hatten.

Nun muss noch geklärt werden, wer dem Staat eigentlich Geld leiht. Weiß eigentlich jemand wo unser Land Schulden macht?

Das Statistische Bundesamt zeigt grafisch wundervoll auf, wie groß die Arbeitslosigkeit ist, wie sich die Agrarwirtschaft entwickelt hat und wie sich der Bildungsdefizit bei deutschen Schülern verbreitet. Aber wer dem Staat 1.600 Mrd. EUR geliehen hat, ist nicht bekannt. Komisch! Schmeichelnd werden sie “Gläubiger” genannt und Staatsanleihen tauchen nur in z.B. Unternehmensbilanzen auf. Ganz wage ist bekannt, dass insbesondere die Banken die Staatsverschuldung finanzieren. Daneben werden Lebensversicherungen (die die Beiträge der Versicherungsnehmer in Staatsanleihen anlegen), Privatleute und Firmen aufgeführt. Sie kaufen vom Staat ausgegebene Bundesschatzbriefe, kommunale Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere.

Diese Papiere werden dann auf dem Rentenmarkt gehandelt, hier handeln Gläubiger mit anderen Gläubiger und dort nimmt der Staat dann auch neue Kredite auf. Aufgrund der täglich notwendigen Umschuldung ist auch deshalbt dieser Markt für den Staat unabdingbar, da dort der Zins festgesetzt wird, zu dem der Staat neue Anleihen verkauft. Falls ein Gläubiger auf die Idee kommen sollte, dass er sein Geld pünktlich haben möchte, werden auch keine neue Anleihen gezeichnet - ergo geht dem Staat binnen Wochen das Geld aus. Gehälter im öffentlichen Dienst, Renten, Sozialhilfe etc. könnten nicht mehr vollständig und pünktlich bezahlt werden - utopisch oder?!
Falls nur ein Teil der Gläubiger das Vertrauen verliert, würden die übrigen “Investoren” Anleihen nur zu einem höheren Zinssatz einkaufen - schon schnappt die Zinsfalle zu und der Staat zahlt schnell mal ein paar Miliarden Euro jährlich mehr.

Dann bleibt dem Staat die Möglichkeit an der Steuerschraube zu drehen, um Haushaltsdefizite deutlich zu verringern und somit zu Lasten des Steuerzahlers. Ein weiteres Mittel um die Schuldenlast zu verringern, ist ein Abwerten der Landeswährung denkbar, was in der EU nicht denkbar wäre, da wir die Kontrolle über unsere Währung der Europäischen Zentralbank ausgehändigt haben. Sollten von dieser Zentrale umfangreiche Sanierungsreformen beschlossen und durchgesetzt werden, kommen Sie zwar den schwachen EU-Ländern zu Gute, schwächen aber wiederum die wirtschaftlich starken Länder - ein schöner Teufelskreis. Zsolt Darvas (EU Forscher bei Bruegel) erklärt: “Griechenland steht zur Zeit schlecht da, Finnland dagegen exzellent. Die Geldpolitik die Griechenland nützt, ist darum nicht automatisch für Finnland die richtige.” Das wäre erklärt - zurück zu Griechenland.

Ich habe in einer bekannten Zeitung einen schönen Artikel “Die 10 Mythen über Griechenland” gelesen. Dort behauptet ein in Havard studierter Charles Wyplosz, ein Professor des Graduate Institutes in Genf, den auch die Währungspolitiker in Brüssel gern mal aufsuchen um sich einen Rat zu holen, Fakten zu wissen. Ich möchte kurz 3 Sachen aufführen, um sich in eine solche Denkweise hineinzuversetzen:
Mythos: Griechenland ist bankrott. Fakt: Diese Krise begann als Panikreaktion, weil es die Angst gab, der Schuldendienst werde eingestellt. Die Martkreaktion ist defensiv und offensiv zugleich.

Mythos: Griechenland ist besonders verwundbar, da Schulden vom Ausland gehalten werden. Fakt: Die Währungsunion ist eine Vereinbarung die Geldpolitik der nationalen Souveränität zu entziehen. In keinster Weise “beweist” diese Krise, dass Europa gescheitert ist. Das griechische Schuldenproblem ist ein griechisches Problem.

Mythos: Eine Euro-Krise, die im Verfall der Währungsunion enden kann. Fakt: Eine griechische Zahlungsunfähigkeit wäre für sich genommen ein Nichtereignis. Griechenland ist ein relativ kleines Land (3% BIP der Eurozone). Auch wenn Portugal sich ansteckt, wär das ein Nichtereignis. In Fällen wie Spanien und Italien sehe das anders aus. (aus Capital 03/2010)

Aus kapitalistischer Sicht hat der Mann völlig Recht, aber denkt der auch an die Menschen die dort leben? Nichtereignis??? Nationale Souveränität entziehen - Panik, dass die Gläubiger keine Anleihen mehr kaufen und der Stadt unzahlungsfähig wird?! Natürlich kratzt die Wirtschaft Griechenlands nicht mal am kleinen Zeh der EU, aber da leben Menschen wie du und ich, die ein freies Leben verdient haben!
Wenn Griechenland schon nichts mehr zur Wirtschaft beiträgt, werden sie halt ein Experiment - Affen, Ratten und Mäuse isst ja auch keiner.

Griechenlands Staatsapparat besitzt laut OECD mehr als eine Million Staatsdiener, sprich jeder 4te griechischer Arbeiter ist Angestellter des Staates. Wie auch die rund 10 Milliarden Euro verschuldete staatliche Eisenbahn Griechenlands, liefern die weit mehr als 100 staatlichen Unternehmen nur ein rotes Minus. Hinzu kommt ein Steuersystem so löchrig wie ein Schweizer Käse, so dass viele Griechen gar keine Steuern zahlen. Eine neue Steuerreform soll Abhilfe schaffen und alle politischen Finanzentscheidungen müssen im Internet veröffentlicht werden. Griechenlands Finanzminister George Papaconstantinou meint zudem, dass gerade Hedgefonds die Zinsen hochschnellen lassen. Bankenspielchen sollen gegen den Euro wetten und auch besonders gegen Griechenland. Ist Griechenland ein Spielball der Banken und Gläubiger?

Hierzu bin ich auf einen interessanten Artikel beim Kopp-Verlag gestoßen: “EU bereitet totale Finanzkontrolle ihrer Bürger vor”. Ab dem 1.1.2011 treten einige Gesetze in Griechenland in Kraft, die bald auch für die gesamte EU gelten könnten. Eins davon lässt nicht mehr zu Beträge über 1500 Euro “bar” zu bezahlen. Auch eine Luxussteuer auf Gold und Edelmetalle wird erhoben werden. Alles längst beschlossen.

“In einem ersten Schritt macht die Brüsseler EU-Regierung Griechenland vom 1. Januar 2011 an zum Testgebiet für die totale Kontrolle über die Finanzen ihrer Bürger: In Griechenland wird die Zahlung mit Bargeld dann weitgehend verboten.” (Link zum Artikel)
Diese Gesetze sollen dann auch bald in Spanien, Portugal und in den Niederlanden eingeführt werden. Alles ist nur noch per Bankeinzug oder Kreditkarten möglich - nur noch digitale Wege, die allein die Bankiers kennen. Keine Verschwörung - alles beschlossen! Quizfrage: Wer steht wohl dahinter..nanana? Goldmann Sachs rät schon seinen Managern nicht mehr ohne Waffe das Haus zu verlassen - es könnten einige wütende Bürger auf Sie warten :)


Links:
Nation unter Angriff - Blacksnacks von Steven Black
Manager Magazin zur Krise Griechenlands
Kurze Reportage über die Streiks in Griechenland - faz.de
EU Sondergipfel Griechenland - ZDF
“Die Hans im Glück Theorie” - Optimismus&Pessimismus in der Krise - Dr. Berninger
Update 5.3.2010
Griechenland - Point of no return - Kopp Verlag

Ist der/die Euro schuld? - “Die teuropäische Union” Januar 5th, 2010 | Allgemein, Politik, Wirtschaft | No Comments »

euGemeinsam erwirtschaften die Mitgliedstaaten im Europäischen Binnenmarkt das größte Bruttoinlandsprodukt der Welt. Der Euro ist im Welthandel so stark wie nie zuvor. Im Vergleich zu den wichtigsten Währungen der Welt und vor allem in den Absatzmärkten deutscher Exportgüter, ist er enorm gestiegen. Hurra!

Ergo werden die Artikel in den Bereichen Elektronik, Maschienenbau usw. konkurenzunfähig zu Herstellern aus Asien. Als Beispiel exportierten die Koreaner 50% mehr im Sommer, als zu Anfang des Jahres 2009. Wird der Markt nun vollkommen mit asiatischen Imitaten ohne Lebenszeit, billig, mitunter mit Tiefstlöhnen und von Kinderhänden produziert, überflutet? Zieht das für uns ein Lohndefizit ab 2010 nach sich?

Aber was erzähle ich…, unsere Großkonzerne produzieren ja auch in Billigländern und kriegen von Kinderarbeit und unmenschlichen Verhältnissen, wie die bei dem amerikanischen Vorzeigemodell Wal-Mart, nichts mit. Um konkurenzfähig und günstig zu bleiben, muss man sich nunmal auf die Billigmärkte konzentrieren. Aber dadurch, dass die besipielsweise koreanische Währung gegenüber dem Euro stark abgewertet wurde, vertreiben sich demnach asiatische Produkte umso besser.

Ups - auf einmal sinkt der Euro wieder. Weil wir Wohlstandsländer anscheinend zu viel Wohlstand auf Pump feiern. Jetz wirds aber relativ kritisch, wenn das Unwort Staatsbankrott aufkommt. Birgt sich da die neue Krise?

1951 und 1957 gründeten sich die Europäischen Gemeinschaften (EGKS, EWG und Euratom) mit den Mitgliedstaaten Belgien, West-Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Mit der Wiedervereinigung 1990 ist Ostdeutschland automatisch in die Europäische Union beigetreten. Früher wurde diese Union als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ins Leben berufen, also nichts weiter als eine Handelszone und weniger eine Erweiterung der Demokratie , Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts (laut Definition).

Hat sich mal jemand gefragt, was diese EU und die Währung “Euro” uns eigentlich beschehrt haben? Im Jahr 2002 wurde der „Teuro“ zum Wort des Jahres gewählt. Ich könnte jetz alles aufzählen, aber der Leser wird sich beim überdenken des vorherigen Satzes klar werden, dass im Grunde nichts, wie versprochen, sich als besser und stabiler herausgestellt hat. Wenigstens haben wir eine schöne Hymne ;) .

Im Gegenteil, alles hat sich verteuert, die Arbeitslöhne haben sich nachweislich seit der Einführung des Euros verschlechtert und die Bürokratie ist unanmesslich gestiegen. Aber Hey - wir können grenzenlos reisen, müssen uns aber jetz bis auf die Haut ausziehen.

Eine Preisteigerung von 308% und das gerade bei Grundnahrungsmitteln - der Einkauf von Brot, Margarine, Nudeln, Käse, Joghurt, Schokolade und einem Körbchen Erdbeeren kostet den Verbraucher 10,50 Euro - vier Euro mehr als noch vor zehn Jahren. Die Kosten für Heizung und Strom, die ebenso steigen, kommen noch obendrauf. Der OECD rechnet sogar mit weiteren Lohnrückgang.

Wir werden von einer europäischen Union regiert, deren Gesichter kaum einer kennt. Sie werden auch verlangen, dass Deutschland aus den tollen großen Schuldenberg wieder rauskommen soll, den sie sich geschaffen haben, bzw. den EU Ländern, den der Staatsbankrott droht, zu helfen und mit Geldern zu unterstützen. Unsere Regierung verspricht uns, jedenfalls in den Wahlkampagnen, sogar Steuerentlastungen und wirft mit Geld um sich, auch wollten Sie aufeinmal 13 Milliarden für das Bildungssystem locker machen. Zum Glück lässt das auf sich warten und Universitäten zeigen größe Finanzierungslöcher auf. Aber wozu Bildung? - Wir brauchen Wachstum! - Schuldenwachstum?! Wie schon Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache verlauten lies:”…schwere Zeiten…”

Wo soll denn das Geld aufeinmal herkommen? Ganz einfach - Vorbild USA - Deutschland macht Schulden solange sie noch können. Ab 2011 wird von der EU ein Riegel zum Schuldenabbau vorgeschoben und was kommt dann?
Länder wie Irland, Griechenland, Rumänien, Lettland, Litauen etc. wird keine Anleihe aufgrund ihrer Wirtschaftsleistung gewährt und die sollten dann solidarisch von den Wirtschaftsmächten gestützt werden. Freuen werden sich nur die Einen - Banken und Gläubiger. Werden wir “endlich” den Preis für unseren eklatanten Konsumrausch und “scheinbaren” Wohlstand zahlen, oder eher den unmmenschlich ausgeklügelten Finanzsystem zum Opfer fallen? Die Schuld wird dann immer ein tiefes Magengrummeln im Bauch von Ländern sein, die sich ihren Gläubigern dann magenschmerzend beugen müssen. Schuld = Angst = Kontrolle oder anders: These + Antithese = Synthese.

“Man teile die Welt - als Zwischenstufe auf dem Weg zur Weltherrschaft - in regionale Gruppen auf. Die Bevölkerung wird ihre nationale Loyalität bereitwillig aufgeben, um einer ominösen regional begrenzten Gruppe die Treue zu schwören, als sie es für eine Weltbehörde tun würde. Später kann man die regionalen Gruppen immer noch zu einer einzigen Weltdiktatur zusammenfassen.” (aus “Marxism and the national question”; Joseph Stalin 1942) - Selbst die Propagandamschine “Die Zeit” fordert eine Weltdiktatur und die Politiker sollten sich gefälligst sputen - „Die Illusion von der einen Welt“

Die europäischen Völker wurden zu den Glauben verführt, sofern sie nicht beitreten, werden für Sie enrome Nachteile und Katastrophen entstehen, sie sogar als “Antidemokratisch” zu bezeichnen. Nun radierte man das Wort “Wirtschaft” aus dem Namen und erhielt die “Europäische Gemeinschaft” und später dann “Europäische Union”. Und das Ergebnis war eine Demokratisierung? Eher eine Zentralisierung von politscher und finanzieller Macht innerhalb der Gesellschaft (hindurch kein einzelner Bürger blicken vermag und niemand weiß wer, was, wo lenkt) Wir haben das nationale Entscheidungsrecht eingebüßt! Zudem unterliegen wir nun, ganz dem Vorbild der USA, einer Europäischen Zentralbank mit einer eigens kontrollierten Einheitswährung.

Würde das System nun noch ausgweitet in einer regional abgeglichenen und einheitlichen Verwaltungs-, Arbeits-, Transport- und Wirtschaftspolitik, haben wir exakt den Plan, welchen Hitler und die Nazis für Europa umsetzen wollten. Gewollt oder Zufall? Es scheint fast, dass der Urvater der EU den Namen gleich mitkopiert hätte, denn auch Hitler nannte seinen Plan die “Europäische Wirtschaftsgemeinschaft”. Lustigerweise hatten beide auch die gleichen Sponsoren und Geldgeber.

Was machen Länder, wie die Schweiz oder England anders. Sie halten sich aus obrigen Kontrollstrukturen raus! Wissen die, was wir vielleicht nicht wissen? Zum Glück haben wir nun die perfekte Regierung um den Machthabern in die Hände zu spielen. Jeder sollte sich mal fragen, was Deutschland nach EU Beitritt für Vorteile und Verbesserungen erfahren durfte!? Jetzt haben wir endlich eine neue EU Richtlinie - Welch wonnevolle Sachen mögen nun 2010 auf uns warten…? Ein Sondergipfel ist geplant :)

Nachtrag 6.Januar.2010
Wieviel Zeit bleibt uns noch? - Womblog.de
Ist der Euro schuld? - Cafebabel.de

EU warnt vor Zusammenbruch des Euro - Alles Schall und Rauch