Über das Versagen unserer öffentlich-rechtlichen Medien

medien-kopie2Die Studie der Otto Brenner Stiftung von 2010, durchgeführt von Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz mit dem Namen: „Wirtschaftsjournalismus in der Krise“ beschreibt den massenmedialen Umgang mit der Finanzmarktpolitik. Sie kommen zu dem Ergebniss, dass unsere Medien bei der Berichterstattung, zum Beispiel über die Weltwirtschaftskrise II, hochgradig versagen. Besonders stark fällt die Unfähigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien und hier besonders Tagesschau und Tagesthemen auf. „Sie bleiben journalistisch sensationell schlecht.“ [Studie Seite 8, Absatz 2] Was sich als “Unfähigkeit” darstellt ist vielleicht Absicht?!

2004 schrieb Univ.-Prof. Hans-Herbert von Arnim in seinen Buch “Das System” : „Wer glaubt in irgendeiner Weise auf irgendeinem Gebiet – ausser, vielleicht, Sportergebnisse – wirklich informiert zu werden von öffentlich-rechtlichen Medien, der irrt. Diese Medien sind nichts anderes als Lautsprecher des Politkartells. Wer es nicht glauben will der möge sich die kürzlichen Querelen beim ZDF um einen hohen Posten ansehen.“

Die Studie legt aber nicht nur das in vielen Fällen eklatante journalistische Versagen offen, sondern begeht Wege, dass die Informationen zu dürftig sind, keine Quellen angegeben und dadurch die Orientierungen der Rezipienten in die Irre geführt werden. Der Stellenwert der Wirtschaft in unserer Gesellschaft ist heute so bedeutend, dass das Geld für die Wirtschaft ihr Lebenselexier darstellt, der Kredit für das Geld ihr Nervenzentrum – dem zu Folge kann man für den Wirtschaftsjournalismus die Pflicht ableiten, da die Finanz- und Bankenbranche, Gesellschaft und Wirtschaft mit Kredit und Geld ein quasi-öffentliches Gut zur Verfügung stellt, muss diese Branche unter besonders aufmerksamer Beobachtung gestellt werden und dementsprechend die Berichterstattung sein.

Finanzexperten und selbst Blogger erkannten früh die drohenden Krisen, doch der tagesaktuelle deutsche Wirtschaftsjournalismus hat als Beobachter, Berichterstatter und Kommentator des Finanzmarktes und der Finanzmarktpolitik bis zum offenen Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise einfach nur schlecht gearbeitet. Will man Massenpanik verhindern? Im Mittelpunkt der Studie stand die Untersuchung der Qualitätsmedien und sie beweist bzw. weckt böse Ahnungen, wie die übrige aktuell arbeitende Medienlandschaft im Sachgebiet Finanzmarktpolitik aussieht.

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass unsere sogenannten Qualitätsmedien im Flimmerkasten praktisch keine Verweise zu den Quellen setzen? Es heißt meistens nur Quelle DPA. Diese Meldungen der DPA werden von regionalen und lokalen Medien häufig unbearbeitet abgedruckt, denn es sei „davon auszugehen, dass das ,normale‘ Publikum die Informationen nicht versteht und kaum einordnen kann…Der aktuelle Wirtschaftsjournalismus sei insgesamt kein „kritischer Träger der Aufklärung“, sondern eher „Diener des Mainstreams“, urteilt die Studie.
Sie schreiben von Agenturen ab, die ihrerseits oft nichts taugen. Die DPA nimmt auch nur Meldungen aus dem Internet und anderen Berichterstattern und nennen aber in der Regel keinerlei Direktlink. Das ist eine Frechheit dem Leser gegenüber – es muss nachvollziehbar sein – aber dafür stehen Sie ja mit ihren Namen.

Es hagelte darauf natürlich schon Kritik an der Studie seitens der DPA. (Link Mediaa.de). Man wirft der Studie vor, sie sei zu oberflächlich, meint die Chefredaktion der DPA. Der Autor Storz kontert: „Wir haben allerdings nie behauptet, dass eine Vollerhebung durchgeführt wurde. Unsere Studie beinhaltet qualitative Probebohrungen. Dies geht eindeutig aus der Studie hervor. Diese sei stichhaltig und wissenschaftlich korrekt. Vor dem Hintergrund dieses Wissens „muss jeder Leser für sich selber entscheiden, welche Bedeutung er diesen Ergebnissen beimisst“, erklärt Storz.“ (weiter Informationen zu dieser Diskussion Carta.info)

Die offizielle Presseerklärung der DPA beinhaltet auch folgendes: „Wir hätten an den falschen Stellen und zu den falschen Zeiten gesucht. Die Auswahl eines Untersuchungsfeldes und die Kriterien dieser Auswahl sind immer diskussionswürdig. Auch unsere Auswahl ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber alles andere als „beliebig“. Armutszeugnis? Die DPA versorgt ein Millionenen-Publikum mit qualitätsvoller Information und Orientierung. Schnell, Korrekt und Verständlich – jederzeit – das sind Anforderungen, die nur erfüllt werden können, wenn die entsprechenden Produktionsbedingungen der Journalisten gewährleistet sind. Nun wird eine riesige Debatte angestoßen. Seitens der ARD Redaktion kam bis dato noch keine Stellungnahme zu diesen doch sehr brisanten Vorwürfen.

massenkommunikation

Die Ideologie: „Gaukle ihnen vor sie dürften und könnten sich “informieren”. Halte alle Infoquellen besetzt von Deinen Leuten. Lasse deinen Leuten die strenge Auswahl treffen, was sie berichten und was nicht. Alles, was den Interessen Deiner Sklaven dienen könnte und Hintergründe öffnen liese, fällt in der “freien Berichterstattung” unter den Tisch. Erkläre an prominenter Stelle: “Eine Zensur gibt es nicht”. Erkläre es so oft wie möglich, denn sie müssen dir vertrauen. Lenke ab mit Spielen und schwachsinnigen Unterhaltungsshows. Mache es wie die dekadenten alten Römer: Panem et Circenses – „Brot und Spiele“. Schreibe ausführlich über Nichtigkeiten – Fußball, Olympaklimbim, das Im-Kreis-Fahren-Erwachsener und nenne es “Formel 1″, zeige in besonders komplizierten Zeiten Bilder von Tierbabies und Heldentaten, um von den eigentlichen einschneidenen Geschehen abzulenken – Entertainment statt Infotainment“

Zur Veranschaulichung – so funktioniert Massenkommunikation heute (eigene Darstellung)massenkommunikation21
Die meisten die ich kenne, wollen gar nicht alles wissen und das ist ein Fehler, aber mach denen das mal klar. Alles was im Fernsehen kommt muss wahr sein! Aus Angst oder weil sie schon vom den Regelsystemen Sklaven sind? Zum Glück werden schon die Weichen gegen Andersdenkende gestellt und gegen sie vorzugehen. Siehe hier – da möchte man doch Andersdenkende einsperren – eine Utopie und ein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit!

weiterführender Link – Verblöden wir? Lupo Cattivo Blog
Verdummung der Welt – youtube.de
„Versagen als Programm“ – Die Generation Glotze – tagespiegel.de

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