Brüssel will die europaweite Privatisierung der Wasserversorgung

Anfang März 2013 wird eine neue EU-Richtlinie beschlossen, durch die europaweit die Trinkwasserversorgung privatisiert, bzw. wirschaftlich salopp ausgedrückt, dem Markt geöffnet werden soll.

Brüssel berät Hand in Hand mit Großkonzernen. So sollen nicht nur überschuldete Staaten wie Portugal und Griechenland durch den Abverkauf ihrer Trinkwasserversorgung die Schulden tilgen (was ein Vorschlag der Troika war – Wer ist eigentlich die Troika?) Nein! Europaweit soll nach und nach Wasser zum Spekulationsprodukt avancieren. Und wie kommt Brüssel auf solche Richtlinien? Weil sie sich von den Chefetagen der Großkonzerne beraten lassen. Auch wenn die Kommunen selbst entscheiden können, wer garantiert denn dann für den Abverkauf oder dementsprechende Spekulationen, die Qualität des Wassers und der Preis? Natürlich…der Markt!

Von der UN als Grundbedürfnis des Menschen beschlossen, fällt das Wasser nach und nach, wie auch schon in Südamerika beim Fall NESTLE, unter das Spekultationsprinzip. Aber dabei wird auch davon gesprochen, dass es sich um Experimente der internationalen Wasserindustrie handelte.

Wir leben im Kapitalismus, warum also regt man sich so auf? Ein Milliardenmarkt – Trinkwasser als Geschäftsmodell – denn jeder Mensch braucht Wasser. In diesem Sinne mit den merkelschen Worten: „Wir dürfen die Märkte nicht beunruhigen.“

Dazu wird die sehenswerte Dokumentation: Water makes Money serviert, die unter Anderen die Public Private Partnership (PPP) kritisiert. Nun möchte der Großkonzern Veolia den Film gerichtlich verbieten lassen, da er Korruptionsvorwürfe an den Konzern erhebt.

UPDATE 12.02.2013
1.000.000 Stimmen gegen private Wasserversorgunghttp://www.agrarheute.com

UPDATE 22.02.2013
Wasserwirtschaft erklärt die Debatte über Wasserprivatisierung zum Missverständnis. Die Kritiker der EU-Konzessionsrichtlinie hätten deren Inhalt nicht verstanden, behauptet die Industrie – Telepolis

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