Über das Versagen unserer öffentlich-rechtlichen Medien März 11th, 2010
Die Studie der Otto Brenner Stiftung von 2010, durchgeführt von Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz mit dem Namen: “Wirtschaftsjournalismus in der Krise” beschreibt den massenmedialen Umgang mit der Finanzmarktpolitik. Sie kommen zu dem Ergebniss, dass unsere Medien bei der Berichterstattung, zum Beispiel über die Weltwirtschaftskrise II, hochgradig versagen. Besonders stark fällt die Unfähigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien und hier besonders Tagesschau und Tagesthemen auf. “Sie bleiben journalistisch sensationell schlecht.” [Studie Seite 8, Absatz 2] Was sich als “Unfähigkeit” darstellt ist vielleicht Absicht?!
“Die weltweite Krise des Finanzmarktes, die globale Krise der Großen Spekulation, löste auch eine Krise des Wirtschaftsjournalismus aus. Das journalistische Versagen ist in einigen Fällen so eklatant, dass es uns ausgeschlossen erscheint, einfach zur Tagesordnung über zu gehen. Wir halten, insbesondere was den Basisdienst der „Deutschen Presse-Agentur“ (DPA) sowie die ARD-Redaktion Aktuell betrifft, Vergangenheitsbewältigung durch gnädiges Vergessen für verantwortungslos. Während die fünf Qualitätszeitungen „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ), „Financial Times Deutschland“ (FTD), „Handelsblatt“ (HB), „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) und „die tageszeitung“ (TAZ), deren Arbeit wir analysiert haben, im Krisenverlauf Sachkompetenz und kritische Distanz aufbauen, lassen die DPA-Meldungen und die „Tagesschau-“ bzw. „Tagesthemen“-Sendungen keinen nennenswerten Qualitätszuwachs erkennen. Sie bleiben journalistisch sensationell schlecht.”
2004 schrieb Univ.-Prof. Hans-Herbert von Arnim in seinen Buch “Das System” : “Wer glaubt in irgendeiner Weise auf irgendeinem Gebiet – ausser, vielleicht, Sportergebnisse – wirklich informiert zu werden von öffentlich-rechtlichen Medien, der irrt. Diese Medien sind nichts anderes als Lautsprecher des Politkartells. Wer es nicht glauben will der möge sich die kürzlichen Querelen beim ZDF um einen hohen Posten ansehen.”
Die Studie legt aber nicht nur das in vielen Fällen eklatante journalistische Versagen offen, sondern begeht Wege, dass die Informationen zu dürftig sind, keine Quellen angegeben und dadurch die Orientierungen der Rezipienten in die Irre geführt werden. Der Stellenwert der Wirtschaft in unserer Gesellschaft ist heute so überragend, dass das Geld für die Wirtschaft ihr Lebenselexier darstellt, der Kredit für das Geld ihr Nervenzentrum - dem zu Folge kann man für den Wirtschaftsjournalismus die Pflicht ableiten, da die Finanz- und Bankenbranche Gesellschaft und Wirtschaft mit Kredit und Geld ein quasi-öffentliches Gut zur Verfügung stellt, muss diese Branche unter besonders aufmerksamer Beobachtung gestellt werden und dementsprechend die Berichterstattung sein. Am meisten bedauere ich aber, dass sich die Menschen von einer Sache so abhängig gemacht haben, die sie eigentlich selbst in die Welt gebracht haben. Eine Sache die nicht nur blind macht – das liebe Geld.
Finanzexperten und selbst Blogger erkannten früh die drohenden Krisen, doch der tagesaktuelle deutsche Wirtschaftsjournalismus hat als Beobachter, Berichterstatter und Kommentator des Finanzmarktes und der Finanzmarktpolitik bis zum offenen Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise einfach nur schlecht gearbeitet. Will man Massenpanik verhindern? Im Mittelpunkt der Studie stand die Untersuchung der Qualitätsmedien und sie beweist bzw. weckt böse Ahnungen, wie die übrige aktuell arbeitende Medienlandschaft im Sachgebiet Finanzmarktpolitik aussieht.
Ist Ihnen schon aufgefallen, dass unsere sogenannten Qualitätsmedien praktisch keine Verweise zu den Quellen setzen? Sie schreiben von Agenturen ab, die ihrerseits oft nichts taugen. Die DPA nimmt auch nur Meldungen aus dem Internet und nennen aber in der Regel keinerlei Direktlink. Das ist eine Frechheit dem Leser gegenüber. Auch an dieser Frechheit könnten sie ersticken.

Die Ideologie: “Gaukle ihnen vor sie dürften und könnten sich “informieren”. Halte alle Infoquellen besetzt von Deinen Leuten. Lasse deinen Leuten die strenge Auswahl treffen, was sie berichten und was nicht. Alles, was den Interessen Deiner Sklaven dienen könnte und Hintergründe öffnen liese, fällt in der “freien Berichterstattung” unter den Tisch. Erkläre an prominenter Stelle: “Eine Zensur gibt es nicht”. Erkläre es so oft wie möglich den sie müssen dir vertrauen. Lenke ab mit Spielen und schwachsinnigen Unterhaltungsshows. Mache es wie die dekadenten alten Römer: Panem et Circenses - “Brot und Spiele”. Schreibe ausführlich über Nichtigkeiten – Fußball, Olympaklimbim, das Im-Kreis-Fahren-Erwachsener und nenne es “Formel 1″, zeige in besonders komplizierten Zeiten Bilder von Tierbabies und Heldentaten, um von den eigentlichen einschneidenen Geschehen abzulenken - Entertainment statt Infotainment” (Link - Verblöden wir? Lupo Cattivo Blog)

Die meisten die ich kenne, wollen gar nicht alles wissen und das ist ein Fehler, aber mach denen das mal klar. Alles was im Fernsehen kommt muss wahr sein! Aus Angst oder weil sie schon vom den Regelsystemen Sklaven sind? Zum Glück werden schon die Weichen gegen Andersdenkende gestellt und gegen sie vorzugehen. Siehe hier - da möchte man doch Andersdenkende einsperren - eine Utopie und ein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit!
Autor: Matthi | Allgemein, Medien, Politik, Recht, Wirtschaft | No Comments »





